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Familienkonstellationen

Patchwork gab es schon immer

Eva-Maria Schmidt ist Soziologin am Institut für Familienforschung.
Eva-Maria Schmidt ist Soziologin am Institut für Familienforschung.(c) Christine Geserick
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Früher war Trennung Schicksal, heute bewusste Entscheidung.

Österreichische Familienkonstellationen werden immer diverser – so jedenfalls scheint es mit Blick in unser privates Umfeld, wo Paare sich trennen, neue Partner finden und die Kinder mitunter mit vier Elternteilen groß werden. Die Statistiken belegen diesen Befund nicht: Immerhin 81,1 Prozent der Kinder unter 15 Jahren wachsen mit beiden biologischen Elternteilen auf, wie Zahlen des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) aus dem Jahr 2019 zeigen. Lediglich 7,4 Prozent werden in einer Stief- oder Patchworkfamilie groß. In Alleinerziehendenfamilien – erfasst werden Haushalte mit mindestens einem Kind, auch solche, bei denen geteiltes Sorgerecht besteht – lebten 2019 12,4 Prozent der unter 15-Jährigen.