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Konjunktur

Starker Privatkonsum befeuert Wachstum

Die Wifo-Experten setzen auf steigenden privaten Konsum. Geld sei da – durch „Zwangssparen“ während der Lockdowns und dank der Steuerreform.
Die Wifo-Experten setzen auf steigenden privaten Konsum. Geld sei da – durch „Zwangssparen“ während der Lockdowns und dank der Steuerreform.(c) REUTERS (Henry Nicholls)
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Das Wifo sieht für Österreichs Wirtschaft bis zum Jahr 2026 schöne Wachstumsraten. Höhere, als während der letzten Zwischenkrisenzeit. Und mehr Wachstum als im Durchschnitt der Euroländer.

Wien. Eine mittelfristige Konjunkturprognose in pandemiebedingt höchst unsicheren Zeiten: Es gibt einfachere Übungen. Das heimische Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo hat die Herausforderung angenommen – und zeichnet ein überaus optimistisches Bild für die Jahre 2022 bis 2026. Sukkus: Österreichs Wirtschaft erlebt gerade eine fulminante Erholung, bis 2026 wird es jährliche Wachstumsraten von im Schnitt 2,6 Prozent geben. Und somit deutlich mehr, als in der letzten Zwischenkrisenperiode 2010/2019, als pro Jahr 1,5 Prozent verzeichnet wurden. Österreich wird damit auch 0,2 Prozentpunkte mehr als die jährlichen Wachstumsraten im Euro-Raum vorweisen können, die Arbeitslosenrate soll von 9,9 Prozent im Jahr 2020 auf 6,1 Prozent im Jahr 2026 sinken.

Internationale Faktoren

Wirtschaftsforscher Josef Baumgartner verweist auf die kräftige Erholung der internationalen Wirtschaft, die im Frühjahr 2021, nach dem Abklingen der Coronarezession, eingesetzt hat. Österreich konnte davon überdurchschnittlich profitieren, was Baumgartner auf den sogenannten Rebound-Effekt des heimischen Tourismus zurückführt. Diese für die österreichische Wirtschaft bedeutende Branche hat zwar keineswegs Vorkrisenniveau erreicht, aber die Entwicklung war dennoch so positiv, dass Österreich im ersten Halbjahr 2021 ein höheres Wachstum hinlegte als Deutschland.