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Regierungsbildung

Tschechischer Präsident nicht mehr auf Intensivstation

Zeman bei einem Treffen mit Frank-Walter Steinmeier im August.
Zeman bei einem Treffen mit Frank-Walter Steinmeier im August.(c) imago images/CTK Photo (Katerina Sulova via www.imago-images.de)
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Miloš Zeman, befindet sich nicht mehr in einem kritischen Gesundheitszustand. Der Präsident hatte seit Oktober Intensivpflege benötigt. Tschechien wartet nun auf Zemans Auftrag zur Regierungsbildung.

Der tschechische Präsident Miloš Zeman ist am Donnerstag im Zentralen Militärkrankenhaus wieder auf die Normalstation verlegt worden. Dies bestätigte das Spital in einer Pressemitteilung. Das Staatsoberhaupt befindet sich seit dem 10. Oktober im Krankenhaus. Der Grund sei eine notwendige Behandlung im Zusammenhang mit einer bekannten chronischen Erkrankung, die zu einer eingeschränkten Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme führte.

"Sein Gesundheitszustand bei der Einlieferung ins Krankenhaus erforderte zweifellos intensive Pflege", hieß es in der Mitteilung. Die Behandlung habe zu einer Verbesserung des klinischen Zustands des Präsidenten geführt, sodass er in ein Standardbett in der Rehabilitationsabteilung des Instituts für medizinische Versorgung verlegt wurde.

Zeman kommt aktuell eine besonders wichtige Rolle in der tschechischen Innenpolitik zu. Der Präsident muss den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Zwei liberal-konservative Parteienbündnisse hatten sich diese Woche ohne Auftrag auf die Bildung einer Regierung geeinigt.

Der Vorsitzende der Koalition "Gemeinsam" und Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Petr Fiala, hatte am Dienstag erklärt, Zeman sei bereit, ihn zu empfangen, sobald er in ein Standardzimmer verlegt worden sei. Vonseiten des Präsidentenamtes gab es dazu bisher keine Bestätigung. Der noch amtierende Premierminister Andrej Babiš soll ebenfalls mit dem Präsidenten zusammentreffen.

Der tschechische Senat hatte Anfang dieser Woche darüber diskutiert, ob Zeman noch amtsfähig ist. Eine Amtsenthebung stand im Raum.

(APA)