Im September stieg der Fehlbetrag von 72,8 auf 80,9 Milliarden Dollar. Während die Importe stabil bleiben, verzeichnet die USA vor allem Exportrückgänge.
Das Außenhandelsdefizit der USA ist im September auf einen Rekordwert gestiegen. Das Defizit habe von 72,8 Milliarden auf 80,9 Milliarden US-Dollar (knapp 70 Milliarden Euro) zugelegt, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 80,2 Milliarden Dollar gerechnet. Verantwortlich für das höhere Defizit waren vor allem die gefallenen Exporte. Diese gaben um drei Prozent nach. Die Importe stiegen unterdessen um 0,6 Prozent. Die Entwicklung erklärt sich auch mit der fortgeschrittenen Erholung der US-Wirtschaft von der Pandemie. Dies stützt die Importe, während es Ausfuhren erschwert.
Auslandskredite finanzieren das Handelsdefizit
Das Handelsdefizit der USA ist chronisch. Die Importe sind anhaltend höher als die Exporte. Die Vereinigten Staaten sind ein typisches Nettoimportland. Sie finanzieren das Defizit durch Auslandskredite. Die Kapitalmärkte der USA sind attraktiv, auch weil die Vereinigten Staaten mit dem Dollar über die Weltleitwährung verfügen.Die größten ausländischen Kreditgeber der USA sind China und Japan. Sie halten die größten Bestände an US-Staatsanleihen - abgesehen von der US-Notenbank Fed.
(APA)