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Coronamaßnahmen

Was tun gegen das Coronavirus? Bund und Länder beraten

(c) imago images/ZUMA Wire (Matias Basualdo via www.imago-images.de)
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Heute Abend beraten Regierung und Landeshauptleute das weitere Vorgehen in der Pandemie. Viele befürworten bundeseinheitliche Regeln, nicht so das Burgenland.

9388 neue Infektionen mit dem Coronavirus, 1831 an Covid-19 erkrankte Personen im Spital, 356 von ihnen auf Intensivstationen. Die am Freitag bekanntgegebenen Zahlen stellen den diesjährigen Höchststand an Neuinfektionen dar - und lösen damit den Rekordwert vom Vortag ab. Wien preschte deswegen umgehend vor und verschärfte die geltenden Maßnahmen, auch Oberösterreich legte eine Gangart zu. Der Bund gibt sich noch zögerlich. Das könnte sich heute, Freitagabend, aber ändern: Die Regierung hat die Landeshauptleute für 18 Uhr zu einem Coronagipfel nach Wien geladen. Gegen 20 Uhr sollen die Ergebnisse präsentiert werden.

Schon jetzt steht fest: Zahlreiche Wissenschafter und Mediziner sprechen sich für eine Verschärfung der derzeit geltenden Maßnahmen aus und damit für ein Vorziehen der restriktiveren Schritte aus dem türkis-grünen Stufenplan. Auch die Mehrheit der Landeshauptleute plädierten zuletzt für bundesweit einheitliche Maßnahmen - sei der aktuelle Fleckerlteppich doch schwer verständlich. Niederösterreich könnte sich durchaus "weitgehendes 2G im Freizeitbereich" vorstellen, also "Einschränkungen für Ungeimpfte, aber nicht für Geimpfte bzw. Genesene“, hieß es vorab aus dem Büro von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

Für das Burgenland kommen hingegen keine weiteren Verschärfungen in Frage, ließ Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) unter Hinweis auf die hohe Impfquote - sie liegt bei rund 70 Prozent - im Lande bereits wissen.

Umsetzung der "Booster-Impfungen

Tatsache ist: Am Donnerstag waren die Neuinfektionen massiv angestiegen, um fast ein Drittel auf fast 8600 Fälle. Das sind nur mehr um 1000 weniger als der bisherige Höchstwert vom 13. November 2020. Die Ampelkommission setzte in der Folge - erstmals seit Ende April - wieder ganz Österreich auf Rot. Auch die Zuwächse bei den Spitalszahlen sind für Experten besorgniserregend: 1826 Covid-19-Patienten wurden am Donnerstag in Krankenhäusern behandelt, 352 auf Intensivstationen.

Stark zugenommen haben zudem die Impfdurchbrüche; darunter zu verstehen ist, dass gegen das Coronavirus geimpfte Personen an Covid-19 erkranken - in der Regel, weil ihre Immunisierung schon mehrere Monate zurückliegt, heißt es seitens Virologen.

Nicht zuletzt deshalb wird erwartet, dass beim heutigen Gipfel auch über möglichste schnelle Umsetzung der „Booster-Impfungen" - alias Auffrischungsimpfungen und damit der „dritte Stich“ gegen das Virus - und eine zusätzliche Testpflicht für Geimpfte und Genesene diskutiert wird. Zur Diskussion stehen dürfte auch eine Tragepflicht von  FFP2-Masken in öffentlichen Innenräumen, „2G" für den Zutritt zur Gastronomie, zu Friseuren und Veranstaltungen (wie es Wien vorgemacht hat) sowie eine großflächige Rückkehr ins Homeoffice.

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(hell/APA)