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„Jeder lebt gern mit Holz, aber es fehlt oft das Verständnis, dass es auch irgendwo herkommen muss“; sagt Forstwirtin Alexandra Wieshaider. Sie ist stellvertretende Betriebsleiterin des Biosphärenparks Wienerwald bei den Österreichischen Bundesforsten.
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Wald

Der Wald und wir – immer öfter ein Missverständnis

Er soll uns beruhigen, entschleunigen, als Freizeitoase zur Verfügung stehen und gleichzeitig Holz liefern. Derzeit rückt der Wald auch bei der Weltklimakonferenz in Glasgow in den Fokus. Wie sehr sich aber vor allem Städter vom Wald entfremdet haben, zeigen Erlebnispfade und virtuelle Touren, aber auch Konflikte zwischen Waldarbeitern und Ruhesuchenden.

Dem Wald geht es ein bisschen so, wie den süßen kleinen Schweinchen aus der Werbung. Jeder mag ihn. Jeder und jede möchte auch gern seine Früchte ernten, also zum Beispiel das Holz dafür verwenden, um es sich im eigenen Heim gemütlich zu machen. Dass man dafür aber einen Baum fällen muss (genauso wie man ein Schwein schlachten muss, wenn man regionales Fleisch essen will), will man dann aber nicht so gern hören – und schon gar nicht sehen. Was sich aber im Wald schwer verhindern lässt.

Da kann es dann schon einmal vorkommen, dass Waldarbeiter, die einen Baum fällen, von Ruhe suchenden Spaziergängern oder Radfahrern angepöbelt werden. Letztere sind sich selten ihrer Schuld bewusst, dass sie dafür gewisse Sperrgebiete ignoriert haben.