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Mercedes-Benz 300 SL

Mythos SL: Der Superstar, der Mercedes passiert ist

Supercar der späten Fifties: 300 SL Roadster. Anders als das Coupé hatte der offene Nachfolger normale statt Flügeltüren. Aufnahme von 1961 im Weinberg um Stuttgart, im Hintergrund das Mercedes-Werk Untertürkheim.
Supercar der späten Fifties: 300 SL Roadster. Anders als das Coupé hatte der offene Nachfolger normale statt Flügeltüren. Aufnahme von 1961 im Weinberg um Stuttgart, im Hintergrund das Mercedes-Werk Untertürkheim.Werk
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In wenigen Monaten feiert der Mercedes-Benz 300 SL sein 70-Jahr-Jubiläum. Gleichzeitig kommt sein Nachfolger in siebter Generation auf den Markt – und zeigt, dass sich ein Wurf wie damals wohl nicht wiederholen lässt.

Es gibt nicht viele Modellreihen von Autos, die sechs oder mehr Jahrzehnte überdauert haben. Lassen wir gelten, was beständig auf dem Markt war, selbst wenn Form und Verfassung stark variiert haben mochten. Was fällt dem Hobby-Enthusiasten ein? Die Corvette. Der Mustang. Der Käfer. Toyota Land Cruiser. Porsche 911 (wenn auch noch kurz vorm 60er stehend). Land Rover Defender, wenn man's durchgehen lassen will (weil mit Pause). Und natürlich, wenn nicht foremost, der Mercedes SL, ab 1954.

Als Serienmodell gar nicht geplant gewesen, ist er der Marke eher passiert. Direkt aus dem Rennsport auf die Straße abgebogen, rührt seine Einzigartigkeit nicht von Dekor und Effekten, sondern von technischer Notwendigkeit – wie die Flügeltüren des Coupés. In wie vielen nachfolgenden SL-Generation der Geist des Originals noch atmet, ist Geschmackssache (sicherlich in den früheren). Leichter ist es für die Techniker und Stilisten jedenfalls nicht geworden, atmosphärisch jedesmal aufs Neue den Anschluss an eine Legende zu finden. Soeben wurde die neue, siebte SL-Generation präsentiert, 2022 startet sie auf den Markt. Entwickelt wurde sie bei Daimlers Performance-Arm AMG. Grund genug, den Retourgang einzulegen und den 300 SL auf seinen ersten Kilometern zu begleiten.