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Globetrotter

Wie Putins Russland die ermattete Nato reanimiert

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Daseinskrise.Tiefe innere Bruchlinien durchziehen das westliche Bündnis. Moskau sorgt dafür, dass die Allianz trotzdem zusammenhält.

Eigentlich befindet sich das westliche Verteidigungsbündnis Nato in einer veritablen Daseinskrise. Der langjährige Einsatz in Afghanistan und vor allem der Abzug vom Hindukusch in diesem Sommer erwiesen sich als blamabel, ja als nutzlos. Innerhalb des Bündnisses hat sich eine Reihe von Bruchlinien zwischen den Beteiligten aufgetan – zwischen Europäern und Amerikanern, zwischen Türken und den meisten anderen, zwischen liberalen Demokratien und illiberalen Autokraten, zwischen den wehrhaften und den saumseligen Allianzmitgliedern, zwischen kontinental Fixierten und Globalisten.

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Divergierende Interessen gab es während der vergangenen sieben Jahrzehnte zwar immer wieder im Nordatlantikpakt, doch entschlossene amerikanische Führerschaft hielt das Bündnis doch zusammen. Nach dem Ende des Kalten Krieges hielten viele die Nato für obsolet, aber der Drang der neuen Demokratien in Mittel- und Osteuropa ins westliche Bündnis gab der Nato eine neue Existenzberechtigung. Im Moment ist es die aggressive Außen- und Verteidigungspolitik Russlands, die dem dahinsiechenden Bündnis neue Lebensgeister einhaucht.