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Leitartikel

Schluss mit dem Jammern, Kostenwahrheit ist gefragt

Frau vor Protestplakat in Glasgow
Frau vor Protestplakat in GlasgowImago
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Bei der Klimakonferenz in Glasgow werden großen Worten kleinere Taten folgen. Dabei genügte es, den Grundsatz der Kostenwahrheit hochzuhalten.

Es ist ein alltäglicher Vorgang, der sich Hunderttausende Male im Jahr wiederholt: Ein Fahrzeug wird angemeldet und die dazu erforderliche Versicherung vorgelegt. Losfahren darf nur, wer für die Haftpflicht gesorgt hat. Wenn es kracht – und es kracht jährlich über 200.000-mal –, dann übernehmen die Schuldtragenden die Folgen. Niemanden stört, dass die Deckungssumme je Vertrag bei kräftigen 7,6 bis 30 Millionen Euro liegt, obwohl die meisten Blechschäden mit deutlich weniger Geld ausgeglichen werden können.

Dieser Vorgang ist so selbstverständlich, dass man ihn eigentlich gar nicht zu erwähnen braucht. Er wäre schlichtweg nicht der Rede wert, wenn es nicht auch Bereiche gäbe, in denen dieses Grundprinzip – dieses „Prinzip Verantwortung“ – außer Kraft gesetzt wird. Zum Beispiel dann, wenn im Spiel ist, was wir gern „Umwelt“ nennen.