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Replik

Wer übertreibt bei Klimaaktivismus?

Über angemessenen Aktivismus in Klimafragen und die Verantwortung des Journalismus.

Der Beitrag „Übertriebener Aktivismus hilft dem Klima nicht“ von Josef Urschitz vom 2. 11. in der „Presse“ ist bei uns Parents for Future auf starken Widerspruch gestoßen. Wir wollen Urschitz fragen: Inwiefern ist der aktuelle Aktivismus für das Klima übertrieben?

Gastkommentare und Beiträge von externen Autoren müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

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Die Auswirkungen der Klimakrise werden immer deutlicher, die Treibhausgasemissionen steigen trotz Pariser Klimaabkommen in Österreich und weltweit weiter. Die vorgelegte Ökosoziale Steuerreform startet mit einem Preis von 30 Euro pro Tonne CO2. Dabei hat das Umweltbundesamt Deutschland im Vorjahr die Umwelt- und Gesundheitskosten einer Tonne CO2mit 195 Euro berechnet; bei Gleichgewichtung der Wohlfahrt heutiger und zukünftiger Generationen hält das Amt sogar 680 Euro pro Tonne CO2 für erforderlich. Österreich hat seit Ende 2020 kein Klimaschutzgesetz. Wir haben keinen Plan (Zielpfad für CO2-Emissionen mit Überwachungsmechanismus, Maßnahmen bei Verfehlung von Zwischenzielen) zur Erreichung der Klimaneutralität. Der Rechnungshof warnt, dass Österreich mehr als neun Milliarden Euro Strafe zahlen muss, wenn die Regierung nicht mehr für den Klimaschutz tut. Die Naturkatastrophen mehren sich (Hitzerekorde, Überflutungen, verheerende Waldbrände, Tornados in Grenznähe). Der neueste IPCC-Bericht belegt eine Häufung und Intensivierung von Extremwetter-Ereignissen, die in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen werden.