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1. Platz:

IKB steht vor einem Generationenwechsel

Der IKB–Vorstand (v. l.): Thomas Pühringer, Vorsitzender Helmuth Müller und Thomas Gasser.(C) IKB
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Umsatz ab 10 Mio. Euro. Innsbrucker Kommunalbetriebe AG sichert langfristig die Trinkwasserversorgung bei laufendem Betrieb.

Die IKB ist auf die Bereiche Energie, Internet & IT, Wasser und Abwasser, Abfall sowie Bäder spezialisiert. 2020 konnte der Umsatz trotz Pandemie erneut gesteigert werden und lag bei 178 Millionen Euro. Weniger erfreulich sei gewesen, „dass Teilbereiche wie unsere Bäder für Monate geschlossen waren und wir auch Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken mussten“, sagt IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller. Mittlerweile läuft der Betrieb wieder normal. „Während der Pandemie hat es die IKB 2020 hingegen geschafft, in kürzester Zeit ein Projekt in der Innsbrucker Altstadt zu starten und im heurigen Jahr abzuschließen.“ Die Rede ist von der Erneuerung von Wasser- und Stromleitungen sowie Teilen der Kanalisation. Vorher war geplant, mit Rücksicht auf die in der Altstadt Wirtschaftstreibenden und Wohnenden diese Arbeiten über vier bis fünf Jahre verteilt durchzuführen. „Nun waren wir schon in zwölf Monaten fertig und haben über zehn Millionen Euro investiert.“

In der Pandemie konnte die IKB ihre Qualitäten ausspielen. „Als Betreiber kritischer Infrastruktur war es natürlich das Wichtigste, zu jeder Zeit die Ver- und Entsorgungssicherheit zu gewährleisten“, sagt Müller. „Es gab keinerlei Probleme, den Abfall in der Stadt zu entsorgen, Strom und Trinkwasser zu liefern oder das Abwasser zu reinigen. Dafür hat das IKB-Krisenmanagement mit umfassenden Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen gesorgt.“

 

Es warten Herkulesaufgaben

Abseits von Corona sind die Herausforderungen nicht geringer. Als größte bezeichnet Müller in den kommenden Jahren den Generationenwechsel in der Belegschaft. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten sieben Jahren unter Einrechnung von natürlicher Fluktuation und Pensionierungen zwischen 50 und 60 Prozent der bei uns arbeitenden Menschen ersetzt werden müssen. Das ist eine Herkulesaufgabe.“ Das trifft auch auf das aktuell wichtigste IKB- Projekt zu. „Ab Frühjahr 2022 werden wir eine ,Operation am offenen Herzen‘ durchführen, wir sanieren unsere Trinkwasserstollenanlage Mühlau, die über 90 Prozent des Innsbrucker Trinkwassers liefert. Und wir errichten neue Stollen, um zusätzliches Wasser zu erschließen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2021)