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Wandern auf die Warte: 360 Grad Oststeiermark

Die Ringwarte, ein hölzerner Turm auf einem Steinsockel
Die Ringwarte, ein hölzerner Turm auf einem SteinsockelBenedikt Kommenda
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Auf dem Ringkogel bei Hartberg kann man ein paar Tage lang noch bei Schönwetter eine prachtvolle Rundumsicht genießen.

Ringstraße und Hohe Warte sind in Wien wohlbekannt. Aber dass es eine Ringstraße und eine sogar noch höhere Warte auch im oststeirischen Hartberg gibt, wissen wohl nur wenige. Dabei ist ein Besuch der, tataa, „Ringwarte“ sehr zu empfehlen, mit ein bisschen Glück sogar noch an diesem Wochenende im Zuge einer kleinen Wanderung in allen Farben des Herbsts.

Wir gehen natürlich nicht über die Ringstraße auf den Hügel, wiewohl diese nahe zur Warte führt. Wie dann? Eigentlich wollten wir die Route gehen, die Silvia Sarcletti und Elisabeth Zienitzer in ihrem sehr informativen Wanderführer „Oststeiermark“ (Bergverlag Rother) vorschlagen. Unter bewusstem Verzicht auf jegliche satellitengestützte Navigation starten wir – und sind gleich völlig planlos. Instinktiv stoßen wir aber unweit des Schlosses Hartberg auf den Laternderlweg, der ohnehin ebenfalls zur Warte führt. Auf Serpentinen nach Art der Lombard Street in San Francisco, nur halt für fitte Fußgänger, geht es überraschend steil bergauf.

Eine Stunde später sind wir gut 400 Meter höher und stehen auf dem Ringkogel (795m) vor der Warte: Auf einem gemauerten Sockel erhebt sich der hölzerne Turm, 1906 gebaut, 30 Meter hoch. Die Stiegen im Inneren werden steiler und steiler, bis man zuletzt schon wie auf einer Leiter auf die Aussichtsplattform klettert.

Blich Richtung Koralpe, Saualpe, Karawanken
Blich Richtung Koralpe, Saualpe, KarawankenBenedikt Kommenda

Das 360-Grad-Panorama ist fantastisch, die Sicht heute allerdings durch Dunst beschränkt. „Siehst du die Riegersburg?“, fragt eine junge Frau ihren Partner. „Ich kann mir's vorstellen“, antwortet er ausweichend. Mehr als ein winziges Dreieck, dass sich dunkler vom Hintergrund abhebt, ist tatsächlich nicht zu erkennen.

Die Farben des Herbsts, gespiegelt im Brühlwasser
Die Farben des Herbsts, gespiegelt im BrühlwasserBenedikt Kommenda

Zurück in die Stadt gehen wir über den Brühlweg (im Führer der Aufstieg). Er verläuft teils wieder steil entlang eines künstlich umgeleiteten Baches, der einst die Lebensader Hartbergs war. Achtung: Die Jausenstation und damit der Turm haben eigentlich seit Ende Oktober geschlossen; im November ist bei Schönwetter aber trotzdem offen (nur im Zweifelsfall: 0664 3009379).

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com