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Morgenglosse

Der Almosen-Sozialismus und die Bitcoin-Steuer

FILE PHOTO: A representation of the virtual cryptocurrency bitcoin
REUTERS
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Wie der Staat die Wurstigkeit fördert und wie sie uns auf den Kopf fällt.

Jetzt ist also wieder für Gerechtigkeit gesorgt. Bitcoins werden genauso hoch besteuert wie Aktien. Kann ja nicht sein, dass sich jemand von seinem ohnehin schon bis zu 50 Prozent besteuertem Einkommen etwas auf die Seite legt und damit auch noch eine reale Verzinsung erzielt. Das ist in unserem System des Almosen-Sozialismus nicht vorgesehen. Der brave Bürger legt sein Erspartes aufs Sparbuch und sieht zu, wie es dahinschmilzt „wie ein Gletscher im April“.

Die meisten machen sich ohnehin keine Gedanken über derartige Spitzfindigkeiten. Inflation, Steuer, Kalte Progression? Muss man nicht wissen. Hauptsache man weiß, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer stärker aufgeht. Und dass man als Einzelner dagegen eh nichts tun kann. Aber der Staat sorgt ohnehin für alle und unterstützt damit vor allem auch die Wurstigkeit. Selber denken, selber anpacken, selber Risiko nehmen, ja sogar etwas für die Gemeinschaft tun, das hat man den Leuten systematisch abgewöhnt. Wohin das führt? Die Wurstigkeit brockt uns womöglich den nächsten Lockdown ein.