Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Gegengift

Isolation in Salzburg – und das kurz vor der Wintersaison!

THEMENBILD: WINTERSPORT / SKIFAHREN / BERGE
Als noch richtige Kaiser und Könige regierten, hätten sie die Wintersaison bestimmt retten können.APA/BARBARA GINDL
  • Drucken

Es ist gar nicht so schwer, sich in die Köpfe mächtiger Landeshauptleute zu versetzen. Auch sie können von Panik infiziert sein.

In der neuerdings recht überlasteten Krankenstation des Gegengifts in unserem Erdberger Erdkeller gibt es eine Abteilung für mystisch infizierte Esoteriker, die nicht nur das Dasein von Coronaviren leugnen, sondern auch die Schulmedizin militant kritisieren. Sie frohlockten enthemmt, als ihnen eine unfrohe Botschaft des Salzburger Landeshauptmanns überbracht wurde. Demonstrativ stellten sie in ihrem Herrgotts*göttinnen-Winkel einen gestickten Sinnspruch Wilfried Haslauers neben ihre Figurine der heilbringenden Walküre Eir und ihre mit Kupferoxid bestrichene Ikone des Märtyrers Sebastian – angeblich ein Leibwächter des Illyrers Diokletian, jenes Imperators, der eine radikale Verwaltungsreform des Römischen Reichs vorantrieb.

Was also hat der Landesvater gepredigt, als er zur Not bei ihm daheim befragt wurde? Er übertreibe jetzt ein bisschen, aber den Virologen wäre es am liebsten, „wenn jeder einzelne Salzburger und Österreicher in ein Zimmer eingesperrt ist, weil da kann er sich nicht anstecken und er kann niemanden infizieren. Er wird halt dann leider aus Depression sterben oder verhungern oder verdursten.“