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Pizzicato

3-D

Krisen sind die Zeit der Buchstaben-und-Zahlen-Kombinationen. Wir erinnern uns noch an die Finanzkrise: Da war viel von Triple-A die Rede. Nun haben wir es mit 3-G oder 2-G zu tun.

Innenminister Karl Nehammer führte gestern die „3-D-Regel“ ein – jedenfalls für die Polizei: „Dialog – Deeskalation – Durchgreifen“. Viele Menschen bekommen auch schon die Krise, wenn sie in einem Funkloch sind und 3G auf dem Handy verschwindet. Viele fürchten sich auch vor 5G. Mutmaßlich auch viele von denen, die gestern auf dem Ballhausplatz gegen 2-G demonstrierten.

Auch viele Schulkinder tun sich schwer: Sie wissen nicht mehr so genau, ob sie nun in die 3A oder in die 2B gehen oder nicht doch in die 3G oder 2G. Auch aus diesem Grund sollen die Schulen weiter offen halten. Und mit den ungeimpften Eltern im Home-Office zu sitzen, kann man Schülern auch nicht zumuten. Vor allem ist ja auch peinlich, wenn die Eltern dann von Polizei gemäß der 3-D-Regel wieder nach Hause gebracht werden.

In der Krise steckt übrigens auch die ÖVP. Aus der alten 3-K-Regel (Kurz – Kult – Kanzler) wurde nun das 3-SCH-Stück: Schallenberg – Schattenkanzler – Schtaatsanwalt. Man versucht da aber mit der 3-L-Regel wieder herauszukommen: Litigation – Leugnen – Lurchlavieren.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2021)