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Ramsauer & Stürmer sucht Fachkräfte

Markus Neumayr, Geschäftsführer der Ramsaue r& Stürmer Software OG.(c) RS-Soft
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Umsatz ab 10 Mio. Euro. Die Nachfrage fordert die Personalressourcen des Software-Spezialisten.

Das Software- und Beratungsunternehmen Ramsauer & Stürmer Software OG mit Hauptsitz in Bergheim erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 rund 12,8 Millionen Euro. Mit Ausbruch der Coronapandemie hat man innerhalb von drei Tagen vollständig auf Home-Office umgestellt. „Die Betreuung unserer Kunden mussten wir komplett neu ausrichten, da wir bis dato in Projekten nur vor Ort tätig waren“, erinnert sich Markus Neumayr zurück. Er teilt sich die Geschäftsführung mit Manfred Schmid. „Mit Remote Work hat das gut funktioniert.“ Wenige Jahre zuvor hätte man sich so eine Strategie niemals vorstellen können. „In manchen Teilbereichen ist es in der Tat schwierig, remote zu arbeiten.“

 

Licht und Schatten

Auf den Digitalisierungstrend setzte das Softwareunternehmen klarerweise schon vor der Krise. Mit Corona wurden jetzt aber auch viele Unternehmen dazu gezwungen, hier aktiv Schritte zu setzen, und davon wiederum profitierte Ramsauer & Stürmer. „Das Thema Workflow und Digitalisierung wurde zuvor eher etwas schief beäugt. Mit den Lockdowns wurde schnell klar, wie wichtig es ist, digitale Prozesse zu etablieren“, sagt Neumayr.

Jede Chance beinhaltet jedoch auch eine Herausforderung. „Der Fachkräftemängel, der vorher schon in der IT ein Problem war, ist jetzt fast nicht mehr lösbar“, gesteht der Geschäftsführer. „Wir müssen Projekte verschieben und können den eingeschlagenen Wachstumskurs nicht mehr voll gehen.“ Das schmerzt, wenn man zuvor über viele Jahre anderes gewohnt war. „Der Aufwand für die Bereichs- und Teamleiter, alles zu managen und zu organisieren, ist extrem fordernd. Hier haben wir ein super Team, sonst würde das nicht funktionieren.“

Eines der Top-Projekte 2020 war die SSK-Gruppe aus Salzburg, bei der das Unternehmen eine komplette Digitalisierung aller Betriebe gemeinsam umsetzen konnte.

Jetzt geht es darum, die neuen Projekte trotz fehlender Personalressourcen zu stemmen und gleichzeitig das bestehende Team zu halten und neue Arbeitskräfte trotz Home-Office gut zu integrieren. „Wenn wir das gemeinsam als Team schaffen, steht 2022 wieder voll auf Wachstumskurs.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.11.2021)