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Kochbuch

Anna Netrebko, wonach schmeckt die Oper?

Anna Netrebko
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Anna Netrebko gibt mit ihrem ersten Kochbuch private Einblicke in ihre internationale Karriere.

Ein bisschen ist es so, als dürfe man in Anna Netrebkos Tagebuch blättern. Ihr nun veröffentlichtes Buch „Der Geschmack meines Lebens“ ist nicht im ursprünglichen Sinne ein Kochbuch, vielmehr führt die russisch-österreichische Sopranistin, die im September ihren 50. Geburtstag feierte, durch ihre Kindheit und Karriere anhand von Bildern und Rezepten. All jene, die ihrem Auftritt in Verdis Oper „Nabucco“ in der Wiener Staatsoper bereits entgegenblickten, den Netrebko wegen einer Schulteroperation absagen musste, mag ihr neu veröffentlichtes Album „Amata dalle tenebre“ („Von der Dunkelheit geliebt“) mit Werken von Künstlern wie Verdi, Wagner, Strauss oder Puccini sowie die Veröffentlichung ihres Kochbuches tröstlich stimmen.

Anna Netrebko
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Mit Schwarz-Weiß-Bildern aus ihrer Kindheit führt Netrebko anfangs durch ihre Kindheit in der Stadt Krasnodar im Nordkaukasus, wo ihr Vater mit dem Trauben aus dem eigenen Garten Wein fertigte und ihre Mutter regelmäßig die ganze Familie bekochte, etwa mit russischen Teigtaschen wie Piroschki, Pelmeni oder Wareniki. Früh übte sie ihre dramaturgischen Fähigkeiten mit Rollen im Neujahrsstück und im Chor der sozialistischen Jungpioniere, der später auch im Leipzig der ehemaligen DDR gastierte. Im Alter von zehn Jahren bestritt sie im Konzertsaal von Krasnodar bereits ihren ersten Soloauftritt. Ihre Begabung zum Gesang öffnete ihr die Welt — auch kulinarisch —, so zieht es sie erst für ihre Ausbildung mit 16 nach St. Petersburg, wo sie etwa den süßen Buchweizenbrei Gretschnewaja Kascha lieben lernt. Ihre Karriere führt sie später nach San Francisco („Fleischbällchen mit grüner Kräutersauce“), Mailand („Risotto mit Radicchio di Treviso“), Salzburg („Pain Perdu mit Schokolade aus dem Ofen“), New York („Party Pork“) und schließlich nach Wien („Kartoffeln mit Zwiebeln und Eierschwammerl“).

Wareniki
(c) Vanessa Maas

Genauso wie der Gesang sei das Kochen für sie ein „kreativer Akt“, sagt Netrebko zur Veröffentlichung des Buches. Inhaltlich ist es daher wohl der Versuch, ihr Leben durch die Linsen Erinnerungen. Mit Schwarz-Weiß-Bildern aus ihrer Kindheit führt Netrebko anfangs durch ihre Kindheit in der Stadt Krasnodar im Nordkaukasus, wo ihr Vater mit dem Trauben aus dem eigenen Garten Wein fertigte und ihre Mutter regelmäßig die ganze Familie bekochte, etwa mit russischen Teigtaschen wie Piroschki, Pelmeni oder Wareniki. Früh übte sie ihre dramaturgischen Fähigkeiten mit beider Disziplinen wiederzugeben.

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