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Covid

Regierungsdilemma: Zwischen Notbremse und Nachhaltigkeit

CORONA: BUNDESREGIERUNG UND LAeNDERVERTRETER BERATEN DIE CORONA-SITUATION / SCHALLENBERG / MUeCKSTEIN
Kanzler Schallenberg und Minister MücksteinAPA/HERBERT NEUBAUER
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Freiheitsbeschränkungen für alle würden die Zahlen rasch drücken. Das gefährdet nachhaltig die Impfmoral.

Wien. Der grüne Gesundheitsminister, Wolfgang Mückstein, ist dieser Tage immer wieder für Überraschungen gut. Vergangene Woche stellt er einen Lockdown für Salzburg und Oberösterreich in den Raum. Für die ÖVP war das neu. Sonntagabend sprach der Minister in der „Zeit im Bild“ von Ausgangsbeschränkungen für Geimpfte ab 22 Uhr. Koalitionspartner, Ländern und dem kurz zuvor tagenden Hauptausschuss hatte er davon nichts gesagt. ÖVP-Kanzler Schallenberg erteilte dem Vorstoß am Montag prompt eine Absage. Was ist da los?

Österreich ist derzeit in einem sehr dynamischen und massiven Infektionsgeschehen. Die Ministerien vermeldeten am Montag 11.889 Neuinfektionen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt österreichweit bei 849. Die regionalen Unterschiede sind groß. Wien hat eine Inzidenz von 477. Salzburg hält mit 1344 den ersten Platz. Damit nicht ganz Österreich bald in eine ähnlich missliche Lage kommt, ist Handeln geboten. Darüber ist sich die Regierung einig. Beschlossen wurden bereits: eine Ausweitung der FFP2-Maskenpflicht und ein Lockdown für Ungeimpfte. Experten sind von dessen Wirkung aber nicht überzeugt, weil das kaum zu kontrollieren ist.