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FILE PHOTO: Premiere of 'Once Upon a Time In Hollywood' in Los Angeles
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Popzirkus

„Frei“ war Britney Spears noch nie

Die Sängerin feiert das Ende ihrer Vormundschaft nach 13 Jahren. Entmündigt worden war sie aber nicht nur vor Gericht.

Es ist nicht schwer, einen Popstar zu stürzen. Die 2000er-Jahre haben das eindrücklich gezeigt – und die öffentlichkeitswirksame Demontage von Britney Spears war die wohl folgenreichste in jener goldenen Ära der schamlosen Paparazzi, sensationslüsternen Klatschblätter und unerreichbaren Moral- und Schönheitsstandards. Ist die (Medien-)Welt eine bessere geworden? Im Fall von Britney Spears hat sie zuletzt jedenfalls ein anderes Gesicht gezeigt. „Britney zuckt aus“, ergötzten sich Magazine (und deren Leser!) einst an den angeblichen Skandalen der Sängerin; „#FreeBritney“ forderten Fans, Celebrities und Kommentatoren in den vergangenen Monaten lautstark. Jetzt feiern sie: Nach 13 Jahren, in denen Britney Spears unter Vormundschaft stand, ist sie nun endlich „frei“.

Eine Richterin in Los Angeles hat am Freitag entschieden, dass Spears wieder selbst über ihr Vermögen, ihre beruflichen und persönlichen Belange bestimmen darf. Bis zu seiner Absetzung Ende September hatte ihr Vater Jamie sie als Vormund kontrolliert. Als „missbräuchlich“ hatte Spears das Verhältnis in einer Anhörung bezeichnet: Ihr Vater – beziehungsweise das von ihm eingesetzte Management – habe sich an ihrem Erfolg bereichert, ihre persönlichen Kontakte eingeschränkt, ihr Medikamente und Verhütungsmittel aufgezwungen. Selbst in ihrem Schlafzimmer sei sie abgehört worden, ergaben Recherchen der „New York Times“.