Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Belarus

Der Sturm auf die polnische Grenze

An der Grenze zwischen Polen und Belarus spielten sich stundenlang tumultartige Szenen ab. Es gelang den Migranten jedoch nicht, die Absperrungen zu durchbrechen.APA/AFP/BELTA/LEONID SHCHEGLOV
  • Drucken

Migranten versuchten gewaltsam die Grenze zu Polen zu queren – offenbar mithilfe der belarussischen Polizei.

Am Dienstagmorgen kurz vor zehn Uhr hatte das gespannte Warten ein Ende. Mit Eisenstangen und Steinen bewaffnete Migranten machten sich von einem Feld auf der östlichen Seite des belarussischen Grenzübergangs Brusgi aus daran, den Grenzzaun zu Polen hin zu beschädigen. Sie schlugen mit den Stangen gegen den Zaun, ein paar warfen auch Knallgranaten, die sie zuvor von belarussischen Sicherheitskräften erhalten haben müssen.

Die Polen ließen einen Wasserwerfer auffahren und trieben die paar Hundert Migranten zurück. In diesem Moment kam der Hauptangriff auf dem Straßenübergang. Dort, direkt auf der Fahrbahn, sind die erst vor Kurzem ausgelegten Stacheldrahtrollen schwach. Doch der massive Einsatz polnischer Grenzwächter verhinderte einen Durchbruch. Zwei Stunden dauerten die Scharmützel, bei denen ein polnischer Polizist durch einen Steinwurf schwer verletzt wurde.

Live im Staats-TV übertragen

Der Durchbruchversuch der Migranten wurde die ganze Zeit über live vom belarussischen staatlichen Propagandasender Belarus 1 übertragen. Durchnässte, Steine werfende Migranten waren die Helden der Show. Dazu wurden immer wieder weinende Flüchtlingskinder und verzweifelte Mütter gezeigt. Herzzerreißende Bilder, die emotional enorm aufgeladen sind.

Mehr erfahren

Migrationskrise

Premium Erste Rückholflüge für Migranten aus Belarus in den Irak

Belarus

Premium Migrationskrise: Minsk zündelt, Moskau beschleunigt den Brand

Traumziel EU

Premium Mit Reiseagenturen und Schleppern vom Irak nach Belarus

Belarus/Polen

Premium Istanbul als Sprungbrett für Geflüchtete: EU setzt Türkei unter Druck

Zum Thema

Premium Bulgarien wird für Migranten das Tor in die EU