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Emissionen

Österreichs ungleiche Klimakrise

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Nicht alle neun Bundesländer können 2040 klimaneutral sein. Industrie und Tanktouristen verzerren die regionalen CO2-Bilanzen. Mehr Bahn und Windräder reichen oftmals nicht aus.

Wien. Der große Klimagipfel von Glasgow ist vorbei. Notorische CO2-Emittenten und reformunwillige Staaten dürfen den medialen Pranger wieder für eine Weile verlassen. Den großen Spielverderber gab zuletzt Indien, das sich partout nicht darauf festnageln ließ, künftig keinerlei Kohle mehr zu verbrennen. Doch was im Großen beendet ist, geht im Kleinen weiter: Wie aktuelle Zahlen des Umweltbundesamtes zeigen, sind auch in Österreich die Klima-Ambitionen und Emissionen zwischen den neun Bundesländern sehr ungleich verteilt.

Blickt man etwa auf den Treibhausgas-Ausstoß pro Kopf, dann sind die Wiener und Vorarlberger mit rund fünf Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr am klimaschonendsten unterwegs. Der durchschnittliche Oberösterreicher verursacht hingegen – statistisch gesehen – drei Mal so viele Treibhausgase und lebt damit so umweltschädlich wie ein US-Amerikaner (siehe Grafik).

Und das, wo sich Österreich doch als Öko-Vorreiter positioniert und schon 2040 klimaneutral leben will. Wie passt das zusammen? Kurz gesagt: Vermutlich gar nicht. Die Ziele der Regierung sind schon für Gesamtösterreich höchst ambitioniert, einige Bundesländer werden den Pfad aber einfach nicht mitgehen (können).