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Zwischenbilanz

Flughafen Wien sieht schwarze Null in Reichweite

APA/ROBERT JAEGER
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Am Airport Schwechat gab es bis Oktober 13 Prozent Passagierplus
gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze der Gruppe sind nach neun Monaten etwa so hoch wie 2020.

Die Flughafen Wien AG hat sich im dritten Quartal etwas von der Coronakrise loslösen können. Dank eines zuletzt gegenüber dem ersten Halbjahr deutlich gestiegenen Passagieraufkommens und des harten Sparkurses sieht das Unternehmen für 2021 eine "schwarze Null im Jahresergebnis in Reichweite", konkret erwartet man vier Millionen. Euro Plus, hieß es am Mittwoch. Bis September schrieb man heuer nur 0,1 Millionen Euro Minus, nach 41,3 Millionen Euro Nettoverlust in den ersten drei Quartalen 2020.

Der Aufwärtstrend in der Verkehrsentwicklung hat bei der Flughafen Wien AG zuletzt angehalten: Im Oktober wurden vier Mal so viele Passagiere wie im Oktober 2020 verzeichnet. Am Airport Wien-Schwechat waren es 1,57 Millionen, in der gesamten Gruppe 2,02 Millionen, freilich jeweils 44 Prozent weniger als 2019.

Von Jänner bis Oktober lag heuer die Zahl der Passagiere in Wien-Schwechat mit 8,37 Millionen um 13,0 Prozent über dem Vorjahr, aber 68,8 Prozent unter dem Vergleichswert des Vor-Corona-Jahres 2019. Die gesamte Gruppe (mit Airports Malta und Kosice) verzeichnete heuer bis Oktober 10,47 Millionen Passagiere (an, ab, transit), um 14,4 Prozent mehr binnen Jahresfrist, jedoch um 68,9 Prozent weniger als 2019. Der Umsatz bewegte sich heuer in den neun Monaten mit 274,5 Millionen Euro fast auf Vorjahreshöhe (277,0 Millionen Euro).

Die Zahl der Flugbewegungen am Airport Schwechat sank in den ersten neun Monaten um 9,4 Prozent gegenüber 2020 bzw. um 63,9 Prozent gegenüber 2019 auf 72.977 Starts und Landungen, im Oktober kamen noch 14.533 hinzu (38 Prozent unter 2019). Das Frachtaufkommen stieg von Jänner bis September auf 188.177 Tonnen, um 19,2 Prozent mehr als 2020 und um 9,5 Prozent unter 2019; im Oktober betrug es 24.679 t.

Zuwächse wieder nächstes Jahr

Im aktuellen Winterflugplan 2021 ist das Destinationsangebot mit 150 Reisezielen fast wieder auf Vorkrisenniveau. Fürs Gesamtjahr 2021 geht man von über 10 Millionen Reisenden in Schwechat und weiterhin von 12 bis 13 Millionen Passagieren in der Gruppe aus. "Auch wenn die vierte Covid-19-Welle die Infektionszahlen gerade wieder ansteigen lässt, so erwarten wir aus heutiger Sicht jedenfalls mit dem Sommerflugplan 2022 einen deutlichen Aufschwung bei den Passagierzahlen", gab sich der Vorstand am Mittwoch zuversichtlich.

Der Umsatz werde heuer bei rund 380 Millionen Euro erwartet, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), das bis September 106,6 (nach 62,3) Millionen Euro betragen hatte, bei rund 150 Millionen Euro, heißt es im Ausblick. Die Nettoverschuldung solle nach dem Anstieg im Vorjahr wieder auf rund 100 Millionen Euro sinken und die Investitionen bei rund 60 Millionen Euro liegen. Aufgrund der schwer voraussehbaren weiteren Entwicklung der Pandemie sei die Guidance 2021 jedoch mit Unsicherheit behaftet, wird betont.

(APA)