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Coronavirus

15 Monate altes Mädchen mit Corona auf Linzer Intensivstation

Es sei „nur unter Maximalaufwand möglich“ gewesen, dem Kind das Leben zu retten, hieß es. Es hat eine Atemwegsinfektion und Corona, was zu dem schweren Verlauf geführt hat.

Ein 15 Monate altes Mädchen ist die jüngste Covid-Intensivpatientin im Linzer Kepler Universitätsklinikum (KUK). Jutta Oberweger, Sprecherin der Oö. Gesundheitsholding bestätigte der APA den Fall, über den der ORF-"Report" Dienstagabend und die "Oö. Nachrichten" (OÖN, Mittwoch-Ausgabe) berichteten.

Das Mädchen sei fünf Tage lang auf der Vöcklabrucker Kinderstation gelegen und behandelt worden, als sich sein Zustand plötzlich dramatisch verschlechtert habe, schilderte Primar Christian Dopler, Leiter der Intensivstation des Salzkammergut Klinikums, den OÖN. Das Kind sei mit RSV (einer Atemwegserkrankung, Anm.) und Corona infiziert. Diese Kombination habe "zu einem extrem schweren Verlauf geführt". Das Mädchen sei mit Atemnot und Lungenversagen auf die Intensivstation verlegt und künstlich beatmet worden.

"Aber das Lungenversagen war trotz intensivmedizinischer Maßnahmen kaum zu stabilisieren." Also sei eine sogenannte Ecmo-Therapie, bei der Blut aus dem Körper gepumpt, mit Sauerstoff angereichert und zurück in den Körper geleitet wird, begonnen worden. "Es war nur unter Maximalaufwand von ganz vielen Menschen möglich, dem Kind das Leben zu retten", schilderte Christian Schindlauer, leitender Intensivpfleger im Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck, im ORF-Report die bange Nacht.

Mittlerweile liegt die Kleine im Linzer Klinikum, wo es die einzige Kinder-Intensivstation in Oberösterreich gibt. Das Schicksal des Kindes lässt auch erfahrende Intensivmediziner nicht kalt: "Ich erkundige mich täglich, wie es dem Mädchen geht", so Dopler. Und er betont die Bedeutung der Impfung: "Je höher die Impfquote, umso geringer die Gefahr, dass Kleinkinder infiziert werden."

(APA)