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Immobilien

EZB: Schnell steigende Häuserpreise sind Grund zur Sorge

Planung des Traumhauses
Häuserpreise verzeichnen einen starken Anstieg in Höhe von sieben Prozent.bilderbox
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Der Preisanstieg bei Immobilien ist so stark wie seit 2005 nicht mehr.

Trotz der Konjunkturerholung lauern nach Einschätzung der EZB weiter Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems - insbesondere am Häusermarkt. Auf kurze Sicht hätten die mit der Pandemie verbundenen Risiken zwar abgenommen, erklärte die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht. Doch habe das Risiko von Preiskorrekturen insbesondere an Wohnimmobilienmärkten zugenommen.

Lockerung der Vergabestandards für Hypothekdarlehen

"Die Häusermärkte in der Eurozone sind schnell gewachsen, wobei es wenige Anzeichen dafür gibt, dass es in Reaktion darauf zu einer Straffung der Kreditvergabestandards gekommen wäre", warnte EZB-Vizechef Luis de Guindos. Die Notenbank verweist darauf, dass im zweiten Quartal die Häuserpreise im Euroraum so rapide gestiegen seien wie seit dem Jahr 2005 nicht mehr. Zugleich habe sich sogar eine Lockerung der Vergabestandards für Hypothekendarlehen abgezeichnet. Der starke Anstieg der Häuserpreise von rund sieben Prozent bleibe "ein Grund zur Sorge", warnte die EZB. Die Banken in der Eurozone erwarten im Herbst-Quartal allerdings leicht verschärfte Vergabestandards für Firmenkredite.

Mit Blick auf die gesamte Wirtschaft sieht die Notenbank nun ein deutlich geringeres Risiko als vor sechs Monaten, dass es in größerem Umfang zu Firmenpleiten kommt. "Aber die von der Pandemie ausgehenden Risiken sind nicht komplett verschwunden", konstatierte De Guindos.

Wirtschaftserholung kämpft mit Herausforderungen

Firmen im Euroraum hätten mit der Wirtschaftserholung im ersten Halbjahr vielfach wieder Gewinne eingefahren, erklärte die Notenbank. Auch deswegen sei das Niveau der Insolvenzen unter dem Niveau von vor der Krise geblieben. Doch in den von der Pandemie besonders betroffenen Bereichen sei es vermehrt zu Pleiten gekommen. Und deren Zahl könne noch weiter steigen. Auch die Lieferkettenprobleme und der Anstieg der Energiepreise könnten eine Herausforderung für die Wirtschaftserholung und den Inflationsausblick bedeuten.

(APA/Reuters)