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Steiermark

Absichtlich infiziert: Mann nach Coronaparty gestorben

Manchen ist offenbar alles lieber, als sich - wie die Menschen im Bild - eine Impfung abzuholen.
Manchen ist offenbar alles lieber, als sich - wie die Menschen im Bild - eine Impfung abzuholen.(c) APA/WOLFGANG SPITZBART (WOLFGANG SPITZBART)
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Es sind nicht nur Gerüchte: Zusammenkünfte mit dem Ziel, sich mit Covid-19 anzustecken, gibt es wirklich. Ein 55-Jähriger Ennstaler starb offenbar durch diese Praktik.

Es gibt seit einiger Zeit Gerüchte über Menschen, die sich lieber absichtlich infizieren als zur Impfung zu gehen. Durch die 2-G-Regel und den aktuellen Lockdown dürften noch mehr solche Praktiken vornehmen. Die "Kleine Zeitung" berichtet, dass es etwa im steirischen Bezirk Liezen immer wieder sogenannte "Coronapartys" gebe, bei denen Gesunde bewusst auf Kranke treffen.

"Wir haben das sowohl im Ennstal als auch im Ausseerland. Oft findet es nur in kleineren Ortschaften statt, aber es gibt viele solche Zusammenkünfte", zitiert die Zeitung eine Ärztin aus dem Bezirk, die anonym bleiben möchte. Sie berichtet auch über die fatalen Folgen, die das haben kann: "Das kann gutgehen, wir wissen aber auch von einem Ennstaler, der so eine Ansteckung mit dem Leben bezahlt hat. Er ist an Corona verstorben, obwohl er erst 55 Jahre alt war." Die Ärztin berichtet auch von mehreren unter 30-Jährigen, die sich durch solche Partys infiziert hätten und nun am Long-Covid-Syndrom leiden.

Was sie noch anfügt: Auch gebildete Personen würden sich so anstecken: "Einer ist etwa Jurist und sicher nicht dumm. Auch sonst sind dort oft Menschen aus der Mitte der Gesellschaft", sagt sie. Die Kleine Zeitung zitiert außerdem Liezens Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher: "Es wundert mich nicht, dass es so etwas gibt. Wir hatten das bereits voriges Jahr im Herbst. Schon damals habe ich mich gefragt, ob das Hirn abgeschafft wurde."

Nicht nur in Österreich, auch in anderen Ländern wie der Schweiz oder Frankreich hörte man bereits von ähnlichem Vorgehen. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis solche Fälle auch vor Gericht kommen.

(red.)