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OÖ und Salzburg

Faßmann will Schulen offen halten, Haslauer nicht

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will eine Schulschließung verhindern.
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will eine Schulschließung verhindern.APA/HERBERT NEUBAUER
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Von einem Wechsel ins Distance Learning in Oberösterreich und Salzburg will Bildungsminister Heinz Faßmann nichts wissen. Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer sieht hingegen „keine andere Möglichkeit“.

Dass Oberösterreich und Salzburg in den Lockdown gehen werden, ist fix. Darüber, wie es mit den Schulen weitergehen soll, wird noch verhandelt. Die Meinungen gehen dabei auseinander. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will die Schulen jedenfalls offen halten. Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ebenso ÖVP) möchte sie schließen. 

Derzeit laufen Gespräche zwischen Faßmanns Ressort und den betroffenen Bundesländern. Das Bildungsministerium beharrt auf seiner Linie: Es werde nirgends so systematisch getestet wie in den Schulen, deshalb sei das Offenhalten möglich. Es sei außerdem aus pädagogischer Sicht wichtig. Immerhin gelte es nach fast zwei Jahren Pandemie eine weitere Belastung der Schüler zu vermeiden. Eine Schulschließung würde das Gesundheitspersonal außerdem vor ein weiteres Problem, nämlich jenes der fehlenden Kinderbetreuung, stellen. So die Argumentation des Bildungsministeriums.

Halsauer widerspricht im Ö1-Mittagsjournal: „Ich sehe keine andere Möglichkeit, als auch die Schulen zu schließen“, sagt er im Interview. Gerade in den Schulen gebe es „extreme Entwicklungen“. Der Bildungsminister sieht das offenbar nicht ganz so dramatisch. Verschärfungen sollten, wie er sagt, „nicht immer zuerst bei den Schülern“ ansetzen. Er hat dabei allerdings nicht das letzte Wort, wie Faßmann selbst einräumt: „Wenn der Landeshauptmann die Schulen nach dem Epidemiegesetz schließt, dann sind sie geschlossen."