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Einkommensverteilung

Österreicher fühlen sich ungleicher, als sie sind

++ THEMENBILD ++ CORONA: EINKAUFSSTRASSE / HANDEL
Die meisten Menschen in Österreich glauben, das die Einkommen ungleicher verteilt sind, als dies der Realität entspricht.APA/HELMUT FOHRINGER
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Die wahrgenommene Ungleichheit in der Verteilung der Einkommen ist in Österreich deutlich höher als die tatsächliche, so die OECD.

Wien. Zeiten der Krise sind normalerweise Zeiten, in denen die Gleichheit steigt. So werden durch Kriege oder andere Katastrophen in der Regel Besitz oder vorherrschende Strukturen zerstört. Anders sieht das jedoch bei Pandemien aus. Diese haben vielfach eine Wirkung, die herrschende Ungleichheit noch verstärkt.

Grund dafür ist, dass vermögendere Menschen von den Folgen weniger stark betroffen sind, weil sie – global gesehen – eine deutlich bessere Gesundheitsversorgung und sicherere Jobs als ärmere Menschen haben. Das war zumindest das Ergebnis mehrerer Studien von IWF und Weltbank, die während der vergangenen Monate erschienen sind. Die Ökonomen haben sich dabei die Folgen früherer Gesundheitskrisen (Sars, H1N1, Mers, Ebola oder Zika) angesehen.

Auch die Coronakrise dürfte in vielen Ländern zu einer Verstärkung von Ungleichheiten führen. Damit werde eine Entwicklung verstärkt, die vielfach bereits über die vergangenen 30 Jahre zu beobachten sei, so die OECD in einer am Donnerstag präsentierten Studie, in der sie sich mit der Wahrnehmung von Ungleichheit beschäftigt.

Keine Zunahme der Ungleichheit