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Morgenglosse

Hurra, hurra, der Wiener Impfbrief ist da!

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APA/GEORG HOCHMUTH
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Die Stadt Wien verschickt fixe Impftermine an die ungeimpften Wiener. Warum erst jetzt?

Unter den Lockdown-Ankündigungen, Rufen nach einer Impfpflicht und Hiobsbotschaften aus den Spitälern gab es am Donnerstag auch eine gute Nachricht: Die Stadt Wien schickt allen Wienern, die bis dato noch nicht geimpft sind, einen Brief mit einem fixen Impftermin zu. „Ihr persönlicher Termin für die COVID-Schutzimpfung ist da!“, heißt es darin - nur das „Hurra!“ vorneweg hätte noch gefehlt.

Die Nachricht brachte dann doch den einen oder anderen zum Jubeln. Und es stimmt: Wien hat in Sachen Impfkampagne und Pandemiemanagement vieles richtig gemacht. Mittlerweile kann man sich in einer Shopping-Pause im Einkaufszentrum den dritten Stich holen. Während in anderen Bundesländern der PCR-Testbedarf Labore lahmlegt, hat sich das Gurgeln bei vielen Wienern als tägliche Morgenroutine eingebürgert. Und die Corona-Vorsichtsmaßnahmen hat man sich als „OIDA-Regel" („Obstond hoitn, Immer d'Händ' woschn, Daham bleiben und A Masken aufsetzn“) quasi einverleibt.

Und jetzt die scheinbar grandiose Idee mit dem Brief. Nun aber fragt man sich: Warum hat die Stadt das nicht schon viel früher gemacht? Denn diese Taktik der automatischen Terminvergabe ist bereits aus anderen Ländern wie Portugal bestens bekannt - und hat sich bewährt, wie man an den dortigen hohen Impfraten erkennen kann.

Immerhin kann sich die Stadt rühmen, zumindest im Bundesländervergleich wieder einmal die Erste zu sein. Denn bis die Oberösterreichischen oder Salzburger Impfskeptiker einen Impf-Brief bekommen, könnten noch ein, zwei Lockdowns vergehen.