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Mit richtigem Mindset zum Erfolg

Ergebnislos? Schaffe eine gute Arbeitsatmosphäre

Ergebnislos? Schaffe eine gute Arbeitsatmosphäre
Ergebnislos? Schaffe eine gute ArbeitsatmosphärePexels
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Inspiration für Millennials #85. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie gestaltest Du Deine Arbeitsbeziehungen?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du Dich ins Rampenlicht stellst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig die Beziehungsorientierung im Job ist.

Ergebnislos?

In meinen letzten Ausführungen ging es darum, durch Fragen die Führung in Meetings zu übernehmen. Allerdings sollen diese Fragen auch zu fundierten Ergebnissen führen. Denn bei Meetings ist stets die Gefahr gegeben, dass nach stundenlangen Diskussionen kein zählbares Resultat erzielt wird. Am Ende bedeutet das Frustration bei allen Teilnehmern, da aneinander vorbeidiskutiert wurde.

Beziehungsorientierung

Um das zu vermeiden sind persönliche Beziehungen auch im Job von grundlegender Bedeutung. Diese schaffen einen fruchtbaren Boden für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Denn jeder Beschäftigte möchte nicht bloß wie eine Personalnummer im Unternehmen behandelt werden, sondern als Mensch mit all seinen Bedürfnissen, Kummer und Sorgen wahrgenommen werden.

Es „menschelt“

Diese Erkenntnis, dass nicht Maschinen, sondern Menschen mit verschiedenen Arbeitseinstellungen und persönlichen Anliegen in Unternehmen arbeiten, hatte bereits Max Frisch (geboren 15. Mai 1911, gestorben 4. April 1991). Laut dem Schweizer Schriftsteller Frisch rufen die Unternehmen zwar nach Arbeitskräften, es kommen aber Menschen in die Betriebe.

Kalte Welt

In einer professionalisierten Arbeitswelt stellen die mangelnden zwischenmenschlichen Kontakte eine massive Herausforderung für die Beschäftigten dar. Das ist ein Problem, welches bereits vor Corona präsent war und durch die Pandemie massiv verstärkt wurde. Die Berufswelt ist in den letzten Jahrzehnten professioneller, aber dadurch auch deutlich distanzierter und kälter geworden.

Die „Droge“ Aufmerksamkeit

Diese Entwicklung hat der Philosoph Georg Franck bereits Anfang des Jahrtausends erkannt. Er bezeichnet in seinem Buch „Die Ökonomie der Aufmerksamkeit“ die Aufmerksamkeit als die Droge des 21. Jahrhunderts. Daher ist es in einer zunehmend oberflächlichen Welt umso wichtiger, nicht die virtuellen, sondern die zwischenmenschlichen, Kontakte in den Vordergrund zu stellen.

Persönliche Kontakte

Im Job sind – wie im Privaten – die persönlichen Kontakte von grundlegender Bedeutung, um Vertrauen und damit eine gute Basis für ein produktives Miteinander aufzubauen. Daher ist eine Beziehungsorientierung wichtig, damit in jedem Beschäftigten der Mensch und nicht einfach nur seine Personalnummer gesehen wird. Dabei gilt die Regel, je dauerhafter eine Arbeitsbeziehung sein soll, desto persönlicher muss sie gestaltet werden.

Schaffe eine gute Arbeitsatmosphäre

Die Beschäftigten der Unternehmen möchten sich durch gute Leistungen und Ergebnisse ins Rampenlicht stellen. Gerade als Basis für außergewöhnliche Leistungen ist es aber ausschlaggebend, dass im ersten Schritt nicht die inhaltlichen Aspekte, sondern die Arbeitsatmosphäre im Vordergrund steht. Diese kannst Du stärken, indem Du gute Beziehungen zu Deinen Kollegen aufbaust und pflegst. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie gestaltest Du Deine Arbeitsbeziehungen?“

 

Schreibe Deine Überlegungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller@wu.ac.at

Privat

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller