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China/ Taiwan

China wütet gegen Litauen wegen Taiwan-Annäherung und droht mit Strafen

APA/AFP/PETRAS MALUKAS
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Taiwan hat im baltischen EU-Land eine Vertretung eröffnet, Peking will deshalb „Maßnahmen“ ergreifen.

China hat Litauen wegen der diplomatischen Annäherung an Taiwan mit Konsequenzen gedroht. Das Pekinger Außenministerium sprach am Freitag von einer "groben Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas", nachdem die Inselrepublik Taiwan am Donnerstag - wie bereits im Juli angekündigt - eine Landesvertretung in dem baltischen EU-Land eröffnet hatte.

China werde "alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der nationalen
Souveränität und territorialen Integrität ergreifen", so ein
Sprecher des Ministeriums: "Litauen ist für alle sich daraus
ergebenden Konsequenzen verantwortlich."

Peking sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland
abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat
an und versucht, es international zu isolieren. Die Volksrepublik
lehnt jede Form formeller Beziehungen zwischen anderen Ländern und
der Inselrepublik ab.

Rückschlag für China in Osteuropa

Die Entscheidung Litauens, engere Beziehungen zu Taiwan aufzunehmen, ist ein Rückschlag für China in Osteuropa, wo sich immer mehr Staaten enttäuscht von Peking abwenden. Zum einen haben sich Hoffnungen auf wirtschaftliche Kooperation nicht erfüllt, zum anderen wächst die Kritik an China.

Litauen war zudem aus dem 17+1 Kooperationsforum zwischen China und mittel- sowie osteuropäischen Staaten ausgetreten, was Peking ebenfalls erzürnte.

Litauen kann indes mit US-Hilfe rechnen. Indirekt kritisierte Washington die Drohung Chinas: "Wir weisen Versuche aller anderen Länder zurück, sich in die Entscheidungen eines souveränen Staates einzumischen“, so eine Regierungssprecher.

(APA/ Reuters/ basta)