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Interview

Komponist Alexandre Desplat: „Hauptsache, der Film funktioniert“

Alexandre Desplat wird im Jänner im Zuge der Konzertreihe „Cinema: Sound“ das Orchester der Wiener Symphoniker dirigieren.
Alexandre Desplat wird im Jänner im Zuge der Konzertreihe „Cinema: Sound“ das Orchester der Wiener Symphoniker dirigieren.(c) Armando Gallo / Zuma / picturedesk
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Der französische Filmkomponist Alexandre Desplat, der unter anderem für die Musik von „Harry-Potter"-Folgen verantwortlich ist, kommt im Jänner nach Wien. Im Interview erzählt er, wann seine Arbeit an Filmen beginnt, wie sie verläuft und wann sie endet.

Die Presse: Als einer von ganz wenigen Komponisten weltweit sind Sie in der sehr glücklichen Lage, sich Ihre Filmprojekte aussuchen zu können. Nach welchen Kriterien machen Sie das?

Alexandre Desplat: Grundsätzlich mag das schon stimmen, aber so frei, wie Sie vielleicht glauben, bin ich in meinen Entscheidungen auch wieder nicht. Wenn sich beispielsweise ein Regisseur meldet, mit dem ich befreundet bin und schon zusammengearbeitet habe, fällt es mir sehr schwer, seinen Film abzulehnen. Auch, wenn ich eigentlich keine Zeit habe. In solchen Situationen finde ich mich gar nicht so selten wieder. Lassen Sie es mich so sagen: Ob ich einen Film annehme oder nicht, hängt am Ende von den Faktoren Drehbuch, Regisseur, Produzenten bzw. Studio, Besetzung und meinem Kalender ab.

Ich habe alle Ihre Filme gesehen, weil ich kein Genre ausschließe – Sie offenbar auch nicht. Haben Sie dennoch ein bevorzugtes Genre?