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Interview

Tichanowskaja: „Sie haben gedroht, meine Kinder ins Waisenhaus zu stecken“

„Mein Leben ist ein Kampf.“ Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja.
„Mein Leben ist ein Kampf.“ Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja.(c) APA/AFP/JOEL SAGET (JOEL SAGET)
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Die belarussische Oppositionsführerin, Swetlana Tichanowskaja, schildert, wie das Regime sie ins Exil gedrängt hat, was politische Gefangene erdulden müssen und warum Präsident Lukaschenko vor einem Tribunal landen sollte.

Ihr Mann ist seit Mai 2020 im Gefängnis in Belarus. Sie sprangen für ihn als Präsidentschaftskandidatin gegen Alexander Lukaschenko ein, obwohl sie nie Politikerin sein wollten. Nach Ihrem Sieg mussten sie mit Ihren zwei Kindern ins Exil nach Litauen und führen seither von dort aus die Demokratiebewegung an. Wie kommen Sie mit dieser permanenten Ausnahmesituation zurande?

Swetlana Tichanowskaja: Ein normales Familienleben ist ohne meinen Mann unmöglich. Ich versuche, eine gute Mutter zu sein. Die Zeiten sind wirklich hart, aber ich weiß, welche Verantwortung ich im Moment trage. Ich muss mit vielem fertig werden. Doch hinter mir stehen Millionen Bürger, die dasselbe wollen wie ich: die Freilassung aller politischen Gefangenen und Neuwahlen in Belarus. Mein Leben ist ein Kampf, aber ich habe keine Wahl. Ich muss tun, was zu tun ist.

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