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Norbert Friedrich, Geschäftsführer der Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse (ETG) und Landwirt Christian Leberbauer im Rotkrautfeld. Geerntet wird händisch mit Messern.
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Wintergemüse

Wie das Rotkraut vom Feld in die Tiefkühlpackung kommt

Dieser Tage steht im Marchfeld die Rotkrauternte an. Die Schritte vom Feld bis zum fertigen Tiefkühlprodukt sind komplex – und an viele separate Stellen ausgelagert.

Rotkraut ist eigentlich eine einfache Sache – vor allem für Konsumenten. In sehr vielen Fällen wird der traditionelle Ganslbegleiter nämlich nicht selbst gemacht (wobei auch das nicht allzu viel Aufwand erfordern würde), sondern bereits vorgefertigt und tiefgekühlt gekauft. 2,1 Millionen Packungen Rotkraut verkauft der Marktführer Iglo jährlich.

Damit das fertig zubereitete Gericht in die Kartonschachtel kommt, in der es tiefgekühlt wird, dauert es aber. Je nachdem, wie weit man ausholt, sogar mehr als eineinhalb Jahre. „Zu Beginn stehen Gespräche mit Kunden, wie Iglo, zu den Verkaufserwartungen des Produkts. Die gibt es einmal im Jahr. Wir schauen dann, wie viel Rohmaterial wir von den Landwirten brauchen und machen mit ihnen Anbaupläne“, sagt Norbert Friedrich. Er ist Geschäftsführer der Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse (ETG) im Marchfeld. Rund 400 Landwirte sind Mitglied bei der ETG, wobei nicht alle jedes Jahr aktiv sind. Derzeit produzieren rund 330 Mitglieder für die ETG. Die Erzeugerorganisation verkauft das Gemüse, in diesem Fall eben Rotkraut, an seinen Kunden Ardo, einen Lebensmittelhersteller in Groß-Enzersdorf, der sich auf Tiefkühlgemüse spezialisiert hat. Ardo wiederum produziert für das Unternehmen Iglo, mit dessen Logo das Produkt dann im Tiefkühlregal im Supermarkt zu finden ist.