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Globale Wirtschaft

Das Ende des Überflusses

Die Erholung der globalen Wirtschaft von der Coronakrise erfolgte rasant, vielleicht sogar zu rasant. Denn das plötzliche Anspringen der Nachfrage überforderte das Angebot. Ein bereits vergessenes Problem tritt seither auf: der Mangel.

Auch wenn Dienstleistungsbranchen wie der Tourismus angesichts des vierten Lockdowns aufgrund der hohen Zahl an Coronavirus-Infektionen mit Sorgenfalten auf die wichtige kommende Wintersaison blicken, kann die österreichische Volkswirtschaft in Summe sich über ein durchaus erfolgreiches Jahr 2021 freuen. Trotz des neuerlichen Lockdowns dürfte Österreichs Wirtschaft heuer um über vier Prozent zulegen - so stark wie zuletzt im Jahr 1990. Natürlich lässt sich dieses Wachstum durch den Absturz der Wirtschaftsdaten im ersten Coronajahr 2020 erklären, in dem es hierzulande ein Rekordminus von 6,7 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt gab. Dennoch waren die meisten Ökonomen von der schnellen Erholung der Wirtschaft positiv überrascht.

Das gilt übrigens nicht nur für Österreich. Denn auch global führten die Viruspandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im Jahr 2020 zu einem markanten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,1 Prozent. Und auch weltweit folgte heuer eine schnelle Erholung. Laut der jüngsten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird der Zuwachs für das globale BIP im Jahr 2021 bei 5,9 Prozent liegen. Sobald im Frühjahr die Infektionen zurückgingen und vor allem die Impfkampagnen anliefen sowie die Kontaktbeschränkungen aufgehoben wurden, sprang in den jeweiligen Ländern die Wirtschaft schnell an. Anders als nach der Finanzkrise von 2008 gab es heuer in vielen Staaten die perfekte wirtschaftliche Erholung in Form eines "V".