Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Anstoß

Ein Gespräch, das zu viele Fragen offen lässt

IOC-Präsident Thomas Bach hat in einem Video-Telefonat mit Peng gesprochen.
IOC-Präsident Thomas Bach hat in einem Video-Telefonat mit Peng gesprochen.REUTERS
  • Drucken

Wo ist Peng Shuai? Merkwürdige Videos aus China und ein Video-Call mit IOC-Präsident Thomas Bach irritieren im Fall der Tennisspielerin, die vor zwei Wochen Missbrauchsvorwürfe gegen einen hohen chinesischen Politiker erhoben hatte.

Wo ist Peng Shuai? Noch nie hat die Suche nach einer vermissten Tennisspielerin global so viele Reaktionen ausgelöst wie im Fall der Chinesin. Die 35-Jährige hatte Anfang November Vorwürfe wegen sexuelle Übergriffe durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht. Ihr Posting auf „Weibo“ war nach 30 Minuten gelöscht.

Es gab ein angeblich gefälschtes E-Mail und zwei merkwürdige Videos, die ihr Wohlbefinden zeigen sollten. Kritiker witterten eine Kampagne der Staatsmedien, wer ihren Namen in China googelt, soll schließlich ins Leere der Zensur tappen. Man wisse nicht, klagten „Global Athlete“ und WTA-Tennistour, ob sie wohlauf sei. „Human Rights Watch“ erklärte darauf, dass IOC lasse Athleten im Stich.

Das Schweigen des IOC, Pardon: in Lausanne nennt man das „stille Diplomatie“, irritierte. Aber, es passt ins klassische Bild, es finden ja Winterspiele 2022 in Peking statt. Und aus Geschäftsgründen wird ohnehin nie Stellung genommen zu Politik, Skandalen oder Menschenrechten.