Pop und Pandemie

Corona im Pop: Die pragmatischen Rebellen

Von Van Morrison und Eric Clapton bis Xavier Naidoo und Nena: Warum engagieren sich Musiker als Kritiker von Corona-Maßnahmen? Was hört man auf den Demos? Und gibt es ihn wirklich, den „Music's Great Vaccine Divide“?

Im Vergleich sind es wenige Musiker, die sich öffentlich schwertun mit der Coronapolitik. Sie tun nicht – wie Schauspieler – dutzendfach ihren Unmut darüber kund, dass sie Maßnahmen für übertrieben halten. Sie kündigen nicht – wie Spitzensportler – groß an, dass ihr Immunsystem es schon richten werde (Wintersportler Felix Gottwald) oder sie mit der Impfung, auch jetzt im Herbst, noch abwarten wollen (wie Fußballer Joshua Kimmich). Aber es gibt sie, die Kritiker der Corona-Maßnahmen.

An vorderster Front steht der nordirische Sänger Van Morrison. Erst Anfang November wurde er vom nordirischen Gesundheitsminister verklagt – er hatte diesen als Betrüger bezeichnet. Bereits im Dezember des Vorjahrs sang Van Morrison in „Stand and Deliver“: „Not a word you heard was true“, heißt es darin. „There's nothing you can say.“ Komponiert wurde der schleppende Blues-Song von Eric Clapton.


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