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Lockdown

Rufe nach Sonntagsöffnung im Handel

Die Gewerkschaft möchte den Lebensmittelhandel um 19 Uhr schließen
Die Gewerkschaft möchte den Lebensmittelhandel um 19 Uhr schließen(c) Getty Images (Robert Götzfried (robgo76), Muni)
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Der heimische Handel fällt wegen des Lockdowns um einen guten Teil des Weihnachtsgeschäfts um. Wirtschaftskammer und Regierung scheuen aber die Diskussion, ob die Geschäfte am Sonntag aufsperren sollen.

Wien. Zu einer schlechteren Zeit hätte der neuerliche Lockdown gar nicht kommen können: Die Unternehmen inserierten und plakatierten gerade ihre Angebote für den „Black Friday“, auch bei uns mittlerweile der Auftakt für das Weihnachtsgeschäft, als die Rollbalken wieder heruntergingen. Die Geschäfte müssen nun nicht nur an den vorweihnachtlichen Einkaufssamstagen geschlossen halten, sondern auch am traditionell umsatzstarken 8. Dezember.

Pro Tag entgehen dem stationären Handel Umsätze von bis zu 140 Millionen Euro, wie Ernst Gittenberger von der Kepler Universität Linz im Ö1-Radio vorrechnete. Der Profiteur des vorweihnachtlichen Lockdowns ist der Onlinehandel und hier vor allem US-Unternehmen. Gittenberger: „Wir wissen aus unseren Studien, dass ungefähr sechs von zehn Euro der Online-Ausgaben ins Ausland fließen, zu Amazon und Co.“

In Österreich werden nun Rufe laut, nach dem voraussichtlichen Ende des Lockdowns am 12. Dezember zumindest am letzten Sonntag vor Weihnachten (19. Dezember) die Geschäfte zu öffnen. Nur so sei das Weihnachtsgeschäft zu bewältigen, meinte etwa Richard Lugner, der ein Einkaufszentrum in Wien betreibt.

Gewerkschaft will früher zusperren

Wirtschaftskammer und Regierung scheuen die Diskussion über eine Sonntagsöffnung.