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Covid-19

Wer von der Impfpflicht ausgenommen werden könnte

Eine Impfpflicht für alle - der Weg aus der Pandemie?
Eine Impfpflicht für alle - der Weg aus der Pandemie?(c) REUTERS (ATHIT PERAWONGMETHA)
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Virologin Redlberger-Fritz nennt medizinische Gründe, aus denen Menschen nicht gegen Corona geimpft werden dürften.

Um das Gesundheitssystem in Österreich langfristig zu entlasten, soll die Impfrate gesteigert werden. Die dafür von der Regierung angekündigte Impfpflicht ab Februar 2022 ruft nicht nur starke Emotionen hervor, sondern wirft eine Vielzahl von Fragen auf.

Etwa jene, wie Menschen, die sich nicht immunisieren lassen, sanktioniert werden sollen. Oder ob, würden sich bis Februar ohnehin genug Menschen impfen lassen, eine Pflicht überhaupt noch notwendig sei.

Aber auch die Frage, wer von einer Impfpflicht ausgeschlossen sein soll, stellt sich. Die Virologin Monika Redlberger-Fritz vom Nationalen Impfgremium nannte am Montagabend medizinische Gründe, aus denen Menschen nicht geimpft werden dürften. Ausnahmen würden etwa jene Menschen betreffen, die gegen einen Bestandteil der Impfung allergisch seien. „Das kennen wir ja von allen anderen Impfungen auch“, meinte die Virologin in der ORF-Sendung „Stöckl live“. Von einer Impfpflicht ausgenommen werden müssten vor allem aber auch jene werden, die nach dem ersten Stich einen anaphylaktischen Schock oder eine Thrombose bekommen hätten.

Von diesen Ausnahmen seien aber „nur sehr wenige Menschen" betroffen. „Und hier sind wir wieder beim Gesellschafts-Schutz“, so Redlberger-Fritz. Heißt: Diese Gruppe müsste geschützt werden, indem sich ihr Umfeld immunisieren ließe -"und damit jene Personen schützen, die sich selbst nicht schützen dürfen."

Der Gesetzesentwurf für die Impfpflicht werde noch Anfang Dezember vorliegen, hieß es zuletzt aus dem Gesundheitsministerium. Schließlich wolle man eine „anständige Begutachtung“ von rund sechs Wochen gewährleisten.

(Red.)