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Suchtverhalten

Am Klo und im Schlafzimmer - niemals ohne Smartphone

Gerade unterwegs ist das Smartphone immer mit dabei.
Gerade unterwegs ist das Smartphone immer mit dabei.(c) 2021 Getty Images
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Es geht nicht mehr ohne. Das Smartphone ist zum treuen Gefährten für alle Gelegenheiten geworden. Ja, wirklich alle.

Unterwegs, in der Arbeit, vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen, nach dem Sex und am Klo - das Smartphone ist nicht nur immer dabei, es wird auch immer benutzt. Das Ergebnis einer Umfrage des US-amerikanischen Gaming-Anbieters solitaired überrascht wenig - der Griff zum Smartphone ist so automatisiert, dass es auch in gefährlichen Situationen immer dabei ist.

Nie mehr Langeweile

Die Langeweile, so ist man verleitet anzunehmen, hat sich wohl spätestens mit der Erfindung des Smartphones abgeschafft - denn sie wird als häufigster Grund genannt, neben anderen Aktivitäten zusätzlich zum Smartphone zu greifen. Während des Fernsehens etwa haben bereits 99 Prozent der Befragten zusätzlich zum Smartphone gegriffen, ebenso viele beim Warten auf etwas oder beim Pendeln in die Arbeit. Auch Schlaflose greifen nachts zuerst zum Handy (87 Prozent), 63 Prozent lenken sich bei Arbeitsbesprechungen ab, indem sie beispielsweise Nachrichten beantworten oder durch Apps scrollen.

Auch Sport scheint ohne den täglichen Wegbegleiter kaum möglich,  sei es beim Workout (73 Prozent), auf dem Laufband (77 Prozent) oder beim Joggen (62 Prozent).

Immer mit dabei

Ganze 88 Prozent der Befragten gaben an, aufs Handy zu schauen, während sie zu Fuß unterwegs sind, 42 Prozent sogar beim Straße queren. Jede dritte Befragte kann außerdem auch während des Fahrradfahrens oder Skatens nicht aufs Smartphone verzichten. Da scheint es nur logisch, dass sich bereits 44 Prozent einmal verletzt haben, weil sie den Blick nicht vom Bildschirm abwenden konnten - Sie sind entweder  gestolpert und hingefallen oder mit jemand anderem zusammenstoßen - das ist übrigens nicht die einzige Verletzungsgefahr bei übermäßiger Verwendung des Smartphones.

Wenn es ums Smartphone geht, ist nichts mehr heilig. 31 Prozent gaben an, schon einmal bei einer Beerdigung auf das Handy geschaut zu haben, regelmäßig genutzt wird es auch während eines Gottesdienstes (60 Prozent), beim Meditieren (37 Prozent) oder auf Hochzeiten (50 Prozent).

Eine ruhige Minute ohne Smartphone gibt es für die meisten nicht einmal am Klo. Ganze 90 Prozent der Befragten nutzen dort regelmäßig das Handy und vergessen darüber schon einmal die Zeit. Mehr als der Hälfte der Befragten sind deswegen sogar schon einmal die Beine auf der Toilette eingeschlafen.

Wozu?

Aus Langeweile und Gewohnheit heraus sind aber nicht die einzigen Beweggründe, ständig am Handy zu hängen. 86 Prozent der Teilnehmenden gestanden ein, dass sie manchmal die Interaktion mit anderen vermeiden wollen. Das Schauen aufs Handy, während man eigentlich mit einem Gegenüber im Gespräch ist, hat auch einen Namen, „Phubbing“ heißt das Phänomen. Dem nicht genug, einer von drei Befragten gab an, schon einmal während des Sex aufs Handy geschaut zu haben. 40 Prozent greifen auch danach erst einmal zum Smartphone. Am häufigsten verschlägt es die Befragten übrigens auf Tiktok, Instagram, Reddit, Twitter und Facebook.

 

(red)