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Ukraine

Kiew hält Militärübungen an der Grenze zu Belarus ab

FILE PHOTO: Ukrainian Armed Forces hold drills near the border with Russian-annexed Crimea in Kherson region
Militärübung an der ukrainischen Grenze. Hier ein Archivbild.Reuters
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Als Reaktion auf die Migrationskrise an der belarussisch-polnischen Grenze und auf Spekulationen über einen russischen Angriff schickt Kiew 8500 Soldaten zu einem „Spezialeinsatz“ in die Region.

Inmitten zunehmender Spannungen mit Russland unterstreicht die Ukraine ihre militärische Präsenz an der Grenze zu Belarus. Der ukrainische Grenzschutz gab am Mittwoch einen "Spezialeinsatz" in der Region bekannt. Daran nahmen demnach Kräfte der Nationalgarde, der Polizei und der Armee teil. Ferner war von Militärübungen zur Panzerabwehr und zur Luftüberwachung mit Flugzeugen und Drohnen die Rede.

Die Ukraine hat zuletzt 8500 zusätzliche Sicherheitskräfte an die Grenze zu Belarus entsandt. Sie fürchtet zum einen, in den Migranten-Streit zwischen dem Nachbarland und der EU hineingezogen zu werden. Zum anderen wirft die Regierung in Kiew Russland vor, im großen Umfang Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammenzuziehen. Demzufolge könnte Russland etwa auch die belarussische Grenze für einen Angriff nutzen. Auch US-Regierungsvertreter haben die Sorge geäußert, dass Russland die Ukraine attackieren könnte. Die Führung in Moskau weist dies zurück und spricht im Gegenzug von zunehmenden Aktivitäten der NATO in der Region. Die Ukraine strebt einen Beitritt zu dem westlichen Militärbündnis an.

Russische Manöver im Schwarzen Meer

Unterdessen gab es laut der Nachrichtenagentur Interfax russische Militärübungen im Schwarzen Meer. Rund zehn Flugzeuge und mehrere Schiffe seien daran beteiligt, meldete die Nachrichtenagentur unter Berufung auf die russische Schwarz-Meer-Flotte. Diese hat ihre Basis auf der Halbinsel Krim, die Russland 2014 von der Ukraine annektiert hatte.

(APA/Reuters)