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Energie

Die Luft wird dünn für grünen Wasserstoff

Deutschland setzt voll auf die Wasserstoffindustrie von morgen.
Deutschland setzt voll auf die Wasserstoffindustrie von morgen.APA/AFP/INA FASSBENDER
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Die EU will grünen Wasserstoff im Tank nur dann als erneuerbare Energie zählen, wenn er mit Strom aus eigens dafür gebauten und frei finanzierten Ökostromanlagen erzeugt wurde. Ähnliches ist für die Industrie geplant.

Wien. In Europa tobt ein Richtungsstreit um die Rolle von grünem Wasserstoff in der Energiewende. Im Vorjahr legte die Kommission noch eine umfangreiche Strategie vor, die den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft als Schüssel zur Dekarbonisierung von Industrie und Schwerverkehr forderte. Der aktuelle Entwurf einer Regulierungsvorlage aus Brüssel schränkt die Erfolgsaussichten des Energieträgers hingegen stark ein – und stößt auf heftige Kritik aus Österreich.

Wie jedes andere Mitgliedsland in der EU muss auch Österreich Energie- und Klimaziele erreichen. Im Kern steht die Vorgabe, den Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoendverbrauch bis 2030 auf 32 Prozent zu heben. Besonders herausfordernd wird das im Verkehrssektor, der heute fast gänzlich auf dem Verbrennen von fossilen Brennstoffen basiert. Um das Erneuerbaren-Ziel von 14 Prozent in diesem Sektor zu erreichen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Elektroautos, die Bahn, Biokraftstoffe – und eben Wasserstoff.

Das erkennt auch die EU-Kommission in ihrem Entwurf an, der der „Presse“ vorliegt. Gerade in der Luftfahrt und im Schiffsverkehr werde es langfristig Bedarf an erneuerbarem Wasserstoff geben, heißt es. Doch den zu decken, wird nicht einfach. Denn wie aus dem Schreiben hervorgeht, will Brüssel den vermeintlichen Hoffnungsträger in ein enges Korsett schnüren.