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Kommentar

Was wir uns von einer Festspielpräsidentin erwarten dürfen

Helga Rabl-Stadler hat die Latte für ihre Nachfolgerin hoch gelegt.

Im Vorfeld fielen etliche Namen. Die Entscheidung des Kuratoriums aber sorgte für eine echte Überraschung: An Kristina Hammer können sich hierzulande allenfalls die Geschäftspartner eines großen Wiener Kaufhauses erinnern. Dafür hat die frischgebackene Präsidentin der Salzburger Festspiele Erinnerungen an Aufführungen und Proben bei diesem allsommerlichen Großereignis, die bis in die Ära Karajan zurückreichen.

In der Zwischenzeit hat sich Kristina Hammer in London um das Markenprofil berühmter Autohersteller gekümmert und sitzt im Vorstand der Freunde der Zürcher Oper.
Von der in der Ausschreibung des Präsidentenamtes erwähnten „regionalen Verwurzelung“ kann indes keine Rede sein. Wozu diese in Kombination mit wachem kulturhistorischen Bewusstsein gut sein kann, haben uns die Jahre gelehrt, die Helga Rabl-Stadler an der Seite Gerard Mortiers an der Festspielspitze stand: In diesem Kraftfeld wuchs sie zur klug abwägenden Integrationsfigur.