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Konjunktur

Wifo: Regionale Wirtschaft war im Frühjahr auf Erholungskurs

Die spürbare Arbeitsmarkt-Entspannung in allen Bundesländern zeigte sich am stärksten in Tirol und Salzburg, wo die Beschäftigung um 5,3 bzw. 4,5 Prozent zulegte, stärker als im Bundesdurchschnitt.
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Vor allem westliche Tourismus-Bundesländer holten auf. Die Beschäftigung nahm überall zu, umgekehrt sank die Arbeitslosenzahl durchwegs zweistellig.

Während momentan die vierte Covid-19-Welle den Konjunktur-Aufholprozess der westlichen Bundesländer gefährdet, hat sich die regionale Wirtschaft im Frühjahr deutlich und zügig erholt. Das zeigen nun vorliegende Wifo-Daten aus den Bundesländern zum zweiten Quartal. Besonders die Tourismus-Länder im Westen erholten sich im Zeitraum April bis Juni, sie waren ein Jahr davor ja besonders hart von der Coronapandemie getroffen worden.

Der kräftige Aufschwung des zweiten Quartals habe alle Bundesländer erfasst und in sämtlichen Regionen auf einer breiten Basis gefußt, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Donnerstag in einer Aussendung. Daher habe sich auch der Arbeitsmarkt in allen Ländern entspannt: Die Beschäftigung habe überall deutlich zugenommen - die Zahl der Arbeitslosen sei in allen Bundesländern im deutlich zweistelligen Bereich gesunken. In sieben von neun Bundesländern lag der reale Produktionsabsatz in der Sachgüterproduktion im zweiten Quartal bereits wieder zumindest auf Vorkrisenniveau - die Zuwächse gegenüber dem zweiten Vierteljahr 2020 lagen zwischen 20 und 40 Prozent. Von der hohen Exportdynamik der Metallbranchen sowie von Kfz- und Maschinenbau, die im ersten Halbjahr österreichweit mehr als die Hälfte zum insgesamt kräftigen Ausfuhrwachstum beitrugen, profitierten laut Wifo vor allem die Steiermark und Oberösterreich stark. Deutlich sichtbar wurde zudem eine umfassende Erholung der Bauwirtschaft mit 25 Prozent mehr abgesetzter Produktion im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 

Noch lange nicht auf dem Niveau  von 2019 

Die bis Mitte Mai geschlossenen Beherbergungsbetriebe hätten zwar im gesamten zweiten Quartal in allen Ländern eine bessere Nachfragebilanz als 2020 erbracht - österreichweit +82 Prozent auf 11,4 Millionen Nächtigungen -, auf das Vergleichsniveau von 2019 fehlten aber immer noch zwischen je rund 40 Prozent in Regionen mit hoher Bedeutung des Inlandstourismus (Burgenland, Kärnten, Steiermark) und beinahe 90 Prozent in Wien. Die mengenmäßig größte Lücke bestand laut Wifo im Schnitt der Monate April bis Juni 2021 in Tirol mit -4,7 Millionen auf das Nächtigungsvolumen des zweiten Quartals 2019. Die spürbare Arbeitsmarkt-Entspannung in allen Bundesländern zeigte sich am stärksten in Tirol und Salzburg, wo die Beschäftigung um 5,3 bzw. 4,5 Prozent zulegte, stärker als im Bundesdurchschnitt - in Vorarlberg waren es plus 3,3 Prozent. 

(APA)