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Arbeitsmarkt

"Arbeit plus" legt Programm für benachteiligte Menschen vor

Der Zuverdienst für Langzeitarbeitslose ist insbesondere für vulnerable Gruppen förderlich, so Manuela Vollmann, Vorstandvorsitzende von arbeit plus.Clemens Fabry
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Eine Arbeitsmarktreform müsse darauf abzielen, die Lebenslage von Langzeitbeschäftigungslosen - die derzeit über 40 Prozent aller Arbeitslosen ausmachen - zu verbessern.

Arbeit plus, ein unabhängiges Netzwerk von 200 gemeinnützigen sozialen Unternehmen, hat zur laufenden Diskussion über die Arbeitslosenversicherung Neu ein 15-Punkte-Programm vorgelegt, das gestern mit Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) besprochen wurden. "Insbesondere war es arbeit plus wichtig, den Stimmen von langzeiterwerbsarbeitslosen Menschen Gehör zu verschaffen", so die Interessensvertretung, die unter anderem vulnerable Gruppen bei der Arbeitsmarktintegration hilft. Eine Arbeitsmarktreform müsse darauf abzielen, die Lebenslage von Langzeitbeschäftigungslosen - die derzeit über 40 Prozent aller Arbeitslosen ausmachen - zu verbessern. "Es darf weder zeitliche noch betragsmäßige Kürzungen bei länger dauernder Arbeitslosigkeit geben, insbesondere bei der Notstandshilfe", so arbeit plus.

Stufenweise Reintegration wird angestrebt 

Solange das Arbeitslosengeld nicht "armutsfest" sei, müsse die Möglichkeit eines geringfügigen Zuverdiensts während der Arbeitslosigkeit beibehalten werden. "Aus der Erfahrung der Sozialen Unternehmen ist der Zuverdienst insbesondere für Langzeitbeschäftigungslose förderlich und für besonders vulnerable Zielgruppen, wie etwa psychisch Erkrankte oder Frauen im Niedriglohnsektor, essenziell als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt bzw. für die stufenweise Reintegration", so Manuela Vollmann, Vorstandsvorsitzende von arbeit plus. Weiters soll niemand eine Erwerbsarbeit mit Entlohnung unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle annehmen müssen und die Berücksichtigung von Betreuungspflichten soll nicht nur am traditionellen Familienbild ausgerichtet sein, so ein Auszug aus den Forderungen.

(APA)