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Coronavirus

13.592 Neuinfektionen, mehr als 600 Intensivpatienten

Coronavirus - Intensivstation
APA/dpa/Sebastian Gollnow
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Während die Neuinfektionen sinken, steigt die Zahl der Intensivpatienten dramatisch an. Derzeit liegen von insgesamt 3246 Corona-Patienten in den Spitälern 619 auf den Intensivstationen. Seit gestern sind 53 Menschen verstorben.

Die Coronavirus-Situation in Österreich spitzt sich auch am vierten Tag des vierten bundesweiten Lockdowns weiter zu. Immer mehr Covid-19-Patienten müssen intensivmedizinisch versorgt werden. In ganz Österreich sind derzeit 619 Menschen mit einer Covid-19-Infektion auf der Intensivstation, das sind 41 mehr als am Vortag. Zuletzt waren sie  am 12. April - vor mehr als sieben Monaten - mit 611 Patienten ähnlich stark belegt. Genau ein Jahr ist es her, dass der bisherige Höchststand verzeichnet wurde. Am 25. November 2020, in der zweiten Coronavirus-Welle, lagen 709 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen.

Der starke Zuwachs von Intensivpatienten innerhalb eines Tages liegt laut Gesundheitsministerium an technischen Problemen bei der Meldung aus Salzburg. Der heutige Wert enthält demnach auch die Intensivbettenbelegung in Salzburg vom Vortag. Am Dienstag und Mittwoch waren aus dem Bundesland keine zusätzlichen Intensivpatienten gemeldet worden.

Niederösterreich an "systemkritischer Auslastungsgrenze"

Die Lage in den Niederösterreichischen Spitälern spitzt sich zu. Die "systemkritische Auslastungsgrenze" von 33 Prozent der Gesamtkapazitäten ist heute mit 114 Corona-Intensivpatienten überschritten worden. Das bedeutete einen Anstieg um fünf Personen im Vergleich zu Mittwoch.

Von insgesamt 334 Intensivbetten in den Landeskliniken waren laut Landesgesundheitsagentur (LGA) 114 mit Covid-19-Infizierten belegt und 138 mit Nicht-Corona-Patienten. Damit standen den Angaben zufolge 82 freie Plätze zur Verfügung. Laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ist bei Überschreitung des sogenannten Schwellenwerts für ein sehr hohes Systemrisiko davon auszugehen, "dass die Covid-19-Patienten bereits in deutliche Konkurrenz mit anderen intensivpflichtigen Patienten treten“.

Neuinfektionen sinken

Die tägliche Zahl der Neuinfektionen ist heute deutlich niedriger als gestern. Gesundheits- und Innenministerium melden 13.592 neue Fälle. Das liegt knapp unter dem Schnitt der abgelaufenen Woche, hier kamen täglich 13.918 neue Fälle hinzu. Auch vor einer Woche waren es mit 15.145 deutlich mehr Neuinfektionen. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 1090,7.

Derzeit gibt es österreichweit bereits 152.483 bestätigte aktiv Infizierte. In Krankenhäusern liegen insgesamt 3.246 Covid-19-Kranke, um 34 mehr als am Vortag, innerhalb einer Woche kamen 459 Infizierte hinzu. 

137 Todesfälle pro 100.000 Einwohnern

Sehr hoch und weiter am Steigen ist in Österreich die Zahl der Todesfälle. Seit gestern sind 53 Personen mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Innerhalb der letzten Woche gab es 330 Todesfälle zu beklagen. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 12.233 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 136,9 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

In allen Bundesländern - außer Wien - gibt es weiterhin Probleme bei den Testkapazitäten. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 849.411 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren 613.586 aussagekräftige PCR-Tests, 57 Prozent entfielen auf Wien. Die Positiv-Rate der PCR-Analysen betrug 2,2 Prozent, im Schnitt lieferten in der vergangenen Woche 2,8 Prozent positive Ergebnisse.

66,2 Prozent mit gültigem Impfschutz

Nunmehr haben 5,92 Millionen Menschen - das sind 66,2 Prozent der Bevölkerung - einen gültigen Impfschutz. Am Mittwoch wurden 117.086 Impfungen durchgeführt, 78,45 Prozent waren Drittstiche, lediglich 10,22 Prozent Erst-Immunisierungen.

Von den 117.086 Impfungen am Mittwoch waren 11.968 Erststiche, das sind 10,22 Prozent. Damit liegt die Zahl der erstmaligen Impfungen unter dem Sieben-Tages-Schnitt von 13.223. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 92.563 Erstimpfungen durchgeführt.

13.259 Impfungen am Mittwoch waren Zweitstiche, 91.859 Drittstiche, das sind 78,45 Prozent aller durchgeführten Impfungen. Damit liegt die Zahl der Drittimpfungen über dem Sieben-Tages-Schnitt von 77.027. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 539.191 Drittstiche verabreicht.

Impfrate weiterhin im Burgenland am höchsten

Bei den 12- bis 24-Jährigen haben 58,4 Prozent ein gültiges Impfzertifikat, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre beträgt die Rate 65 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 69,9 Prozent. 73,5 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren sind mit Zertifikat nachweisbar gegen Covid-19 geschützt, 81,4 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65- bis 74-Jährigen weisen eine Quote von 85,7 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 90,3 Prozent und die Gruppe 85plus 90,5 Prozent. Für Kinder bis elf Jahre, die derzeit lediglich "Off Label" geimpft werden, werden 0,4 Prozent ausgewiesen.

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 72,7 Prozent. In Niederösterreich haben 68,7 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 66,5 Prozent. Nach Wien (65,5), Tirol (65), Vorarlberg (63,7), Kärnten (62,8) und Salzburg (62,7) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 61,4 Prozent.

(APA/red.)