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Datenverarbeitung

Umfrage: Datenschutz spielt keine große Rolle

Die Befragten sehen bei der Datenverarbeitung der Unternehmen keinen Grund zur Sorge. Die DSB sieht das anders.UÖBC/Hofer
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Den meisten der 1000 Befragten ist bewusst, dass Unternehmen Daten sammeln und verarbeiten. Sie sehen darin aber keinen Grund zur Sorge.

Alexa, Siri und „Hey, Google“ ziehen in die heimischen Wohnzimmer ein. Die smarten Assistenten sollen parat stehen, wenn man sie braucht. Dabei sind sie im Dauereinsatz und damit nach wie vor Mitarbeiter, die Fehlaktivierungen (also, wenn Alexa sich zum Dienst meldete, aber gar nicht gefragt wurde) und andere Anlässe verschriftlichen und zur internen Analyse weiterreichen. Entdeckungen wie diese, oder die drohende Millionenstrafe gegen den Bonusclub-Anbieter Jö, weil nicht ausreichend über die Datenverarbeitung informiert wurde, scheinen bei den Befragten keine Bedenken zu schüren. Die Frage nach dem Datenschutz spielt dabei bei den meisten eine untergeordnete Rolle, wie eine Umfrage unter 1000 Menschen von Deloitte ergab. 88 Prozent gab an, dass sie sich bewusst seien, dass Unternehmen persönliche Daten sammeln und verarbeiten. 45 Prozent sehen darin aber keinen Grund zur Sorge. Diese offene Haltung spiegelt sich auch in der Bereitschaft des Teilens des eigenen Impfstatus wider: Mehr als die Hälfte ist bereit, Arbeitgeber, Fluglinien und Reiseunternehmen sowie Eventveranstalter über ihren Impfstatus zu informieren.

 „54 Prozent der befragten Konsumenten sind bereit, dem Arbeitgeber via App Auskunft über den eigenen Impfstatus zu geben. Ebenfalls die Hälfte würde Fluglinien und Reiseunternehmen sowie Eventveranstalter darüber informieren“, erläutert Nikola Süssl, Partner bei Deloitte Österreich. Dieser eher lockere Umgang mit dem Thema Datenschutz wird ebenfalls durch die steigende Popularität vernetzter Geräte, die Konsumentendaten kontinuierlich teilen, sichtbar: Österreicher integrieren Smartwatches und Fitness-Tracker zunehmend in ihren Alltag.

Sprachassistenten auf dem Vormarsch

Ebenfalls die Mehrheit der Studienteilnehmer besitzen mittlerweile bereits einen smarten Fernseher, der also über eine Internetverbindung verfügt. Dementsprechend populär sind Video-Streamingdienste wie Amazon Prime und Netflix. Und in weiterer Folge führte das auch zu einem Bedarf an schnelleren Internetverbindungen. Fast 40 Prozent der Befragten haben hier in den vergangenen Monaten nachgebessert. „Durch die verstärkte Nutzung der Streamingangebote wurden Hindernisse wie eine langsame Internetverbindung spürbar – und die Konsumenten haben darauf mit einem Upgrade reagiert. Streaming-Dienste sind heute vom Markt nicht mehr wegzudenken. Hier erwarten wir in den nächsten Jahren ein deutliches Wachstum“, betont Nikola Süssl abschließend.

Zurzeit sind insbesondere intelligente Lautsprecher mit Sprachassistenten hoch im Kurs: „Mehr als ein Fünftel der Befragten besitzt mittlerweile einen smarten Lautsprecher mit Alexa, Google Assistant und Co. 84 Prozent haben Zugriff auf mindestens ein vernetztes Gerät – dieser Prozentsatz wird in den nächsten Jahren noch weiter in die Höhe schießen“, ergänzt der Deloitte Experte.

(bagre)