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Die Bilanz

Stagflation: Europas Wirtschaft in der Doppelmühle

Der Konsum, bisher eine große Stütze des Wiederaufschwungs, wird von der vierten Coronawelle schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Industrieproduktion leidet immer stärker unter gerissenen Lieferketten. Die Inflation wächst unterdessen ungebremst weiter.AFP via Getty Images
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Hohe Inflation bei gleichzeitigem Wirtschaftsstillstand gilt als Albtraum aller Ökonomen. Europa, allen voran Deutschland, steuert rapid auf dieses Szenario zu.

Die Einschläge kommen näher: Die Konjunktur bremse dramatisch ab, in Deutschland werde das Wachstum im Winterhalbjahr zum Stillstand kommen, erklärten mehrere deutsche Ökonomen in den vergangenen Tagen. Gleichzeitig werde die Inflation gegen Jahresende, möglicherweise schon im November, auf sechs Prozent klettern, prophezeit die deutsche Bundesbank.

Hohe Geldentwertung bei wirtschaftlicher Stagnation: Ein Horrorszenario, wie es nur die Älteren unter uns aus Erfahrung kennen. Zuletzt war diese Situation im Gefolge der Ölpreisschocks in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts aufgetreten. Mit beträchtlichen wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen.

Ein wirtschaftlicher Albtraum. Schon deshalb, weil hier der traditionelle Werkzeugkasten der Notenbanken völlig nutzlos ist: Konjunkturankurbelung und Inflationsbekämpfung erfordern genau entgegengesetzte Maßnahmen. Im Stagflationsfall haben die Notenbanker also drei Optionen, eine unangenehmer als die andere: