Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Corona

Das Lockdown-Drama in der Slowakei

REUTERS
  • Drucken
  • Kommentieren

Überfüllte Spitäler, fehlende Ärzte. Die Pandemie trifft mit voller Wucht auf ein krankes Gesundheitssystem.

Eine noch nicht ganz ausgebildete Krankenschwester betreut die Nacht über allein sechs lebensbedrohlich kranke Menschen auf der Intensivstation. Wenn einer der Patienten wegen mangelnder Notversorgung stirbt, wird nicht das Krankenhaus, sondern „individuelles Versagen“ der Schwester dafür verantwortlich gemacht, falls die Aufsichtsbehörde die Klagen von Hinterbliebenen überhaupt ernst nimmt.

Auch das bedeuten abstrakte Begriffe wie „Personalmangel“ und „drohender Kollaps des Gesundheitswesens“ in der Slowakei, wie Peter Visolajsky, Kinderarzt an der Universitätsklinik Nitra (Südwestslowakei) und Vorsitzender der slowakischen Ärztegewerkschaft, gegenüber der „Presse“ erläutert. Seit Donnerstag ist die Slowakei wieder im allgemeinen Lockdown, zugleich trat auch neuerlich ein sogenannter Notstand in Kraft.