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Welche Probleme auf den neuen Casinos-Chef zukommen

Erwin van Lambaart
CASINOS AUSTRIA/ACHIM BIENIEK
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Pandemie, Gesetzesnovelle, auslaufende Lizenzen: Auf den neuen Chef der Casinos Austria, den Niederländer Erwin van Lambaart, kommt einiges an wirtschaftlichen Herausforderungen zu.

Die Sache war schon sonnenklar, bevor die Gremien am Montag ihr offizielles Okay gaben. Der Niederländer Erwin van Lambaart sollte, das machte schon Tage zuvor die Runde, nächster Chef der Casinos Austria werden. Er war haushoher Favorit unter unzähligen internationalen Kandidaten und erfüllte alle Voraussetzungen. Gesucht worden war eine Führungskraft aus der Glücksspielbranche: check. Eine Person mit guten Deutschkenntnissen: check. Ein Manager, der den Umgang mit einem staatlichen Eigentümer beherrscht: check, van Lambaart ist seit 2016 Chef der staatlichen Holland Casinos. Und nicht zuletzt sprach auch ein weiteres, nicht unwesentliches Faktum für den Niederländer: Als die Casinos Austria 2020 ihr umfangreiches Sparprogramm „ReFit“ auf den Weg brachten, hatten sie sich ein Unternehmen der Branche zum Vorbild genommen – Holland Casino, wo van Lambaart die Restrukturierung erfolgreich über die Bühne gebracht hat.

Der als sehr offen und überaus kommunikativ beschriebene Manager folgt also per 1. April 2022 Bettina Glatz-Kremsner an der Spitze des österreichischen Glücksspielkonzerns. Nach über 30 Jahren in den Casinos Austria wollte die 59-Jährige ihren Vertrag nicht mehr verlängern lassen. Genug ist verständlicherweise genug. Glatz-Kremsner musste ja auch über die Jahre ziemlich viele Herausforderungen wirtschaftlicher und personalpolitischer Natur (Stichwort: Peter Sidlo) meistern. Jetzt soll ein anderer ran. Dem Vernehmen nach hat Erwin van Lambaart einen dreijährigen Vertrag mit Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben. Und diese Zeit wird auch für ihn ziemlich fordernd werden.