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Forschungsfrage

Wie bildet sich ein Fingerabdruck?

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Auf so manche – scheinbar banale – Frage gibt es keine Antwort. Sicher ist nur: Das Hautmuster an Händen und Füßen ist einzigartig.

Er war's!“ Oder: „Sie war's!“ Was bei Kinderstreichen vielleicht noch klappen mag, nämlich den Schwarzen Peter einer oder einem anderen zuzuspielen, funktioniert im späteren Leben eineiiger Zwillinge kaum mehr. Begeht einer ein Verbrechen, hinterlässt er nämlich – trotz genetisch identen Bauplans und damit gleicher DNA – unverwechselbare Spuren: Seine Fingerabdrücke können ihn überführen.

Auch das Handy des Zwillings ließe sich nicht einfach mit einer Berührung entsperren. Denn die Fingerabdrücke seien bei jedem Menschen einzigartig, sagt Christian Schöfer vom Zentrum für Anatomie und Zellbiologie der Med-Uni Wien. Selbst bei Oma und Opa, den Eltern oder den eigenen Kinder verlaufen die Linien auf den Handflächen – und übrigens auch auf den Fußsohlen – völlig individuell: Ein Netzwerk aus feinen Furchen teilt die Haut in polygonale Flächen, Rauten oder Trapeze.